This rain will never stop

Dokumentarfilm von Alina Gorlova

Kinostart: 24. März 2022

In Kooperation mit goEast Filmfestival.

Auch dank Andriy Suleyman erinnert THIS RAIN WILL NEVER STOP daran, wie Kriege weiterwirken. Nicht nur diejenigen, die in der medialen Berichterstattung täglich präsent sind

- Zeit.de

Das Zeitlose und Metaphorische dieses Films unterstreicht auch die großartige, nachgerade atemberaubende Schwarz-Weiß-Fotografie von Kameramann Vyacheslav Tsvetkov

- EPD Film

Seine Entscheidung, als Freiwilliger beim Roten Kreuz zu arbeiten und die neue Heimat nicht zu verlassen, wird zu einem existenziellen Essay über Zugehörigkeit und persönliche Verantwortung

- Süddeutsche Zeitung

Die ukrainische Regisseurin Alina Gorlova gibt ihren Zuschauerinnen und Zuschauern das Gefühl, in eine postapokalyptische Welt geraten zu sein.

- Der Spiegel

“it’s a brave and uncompromisingly artistic attempt to outline the contours of a much larger, perhaps species-wide soul sickness: the psychological and philosophical displacement that war churns up in its wake.”

- Variety

Die Geschichte

THIS RAIN WILL NEVER STOP nimmt den Zuschauer mit auf eine bildgewaltige Reise durch den endlosen Kreislauf von Krieg und Frieden in der Menschheit.
Der Film folgt dem 20-jährigen Andriy Suleyman bei seinem Versuch, eine nachhaltige Zukunft zu sichern und gleichzeitig den menschlichen Tribut für bewaffnete Konflikte zu zahlen.
Vom syrischen Bürgerkrieg bis hin zum Krieg in der Ukraine wird Andriys Existenz von dem scheinbar ewigen Fluss von Leben und Tod bestimmt.

Inhalt

Der 20-jährige Andriy Suleyman wurde als Sohn eines kurdischen Vaters und einer ukrainischen Mutter in Al-Hasaka Syrien geboren. Im Jahr 2012, als Andriy in der 9. Klasse war, floh seine Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Lyssytschansk, die Heimat seiner Mutter in der Ostukraine. Doch kurz nachdem sie ihr neues Leben begonnen haben, holt der Krieg die Familie wieder ein, als plötzlich ein neuer Konflikt in der Ukraine ausbricht.

Trotz der zunehmend gewalttätigen Auseinandersetzungen bleibt die Familie in Lyssytschansk. Die Stadt ist eine humanitäre Katastrophe, in der regelmäßige Explosionen zu hören sind und den Folgen des Krieges nicht zu entkommen ist. Im Schatten der paradierenden Soldaten und des nicht enden wollenden Stroms von verwundeten Kämpfern und vertriebenen Flüchtlingen versucht die lokale Bevölkerung den Anschein eines normalen Lebens aufrechtzuerhalten. Konfrontiert mit der Realität des anhaltenden Leidens, beschließt Andriy, sich als Freiwilliger beim Roten Kreuz zu melden. Während seine Eltern hoffen, dass ihr Sohn in den Westen flieht, um seine Ausbildung fortzusetzen, werden die Rotes-Kreuz-Einsätze für Andriy zu einem wichtigen Teil seines Lebens. Andriy ist hin- und hergerissen zwischen dem Ruf nach einer Zukunft in der zivilen Gesellschaft und der Verpflichtung, die er gegenüber der Situation und den Menschen um ihn herum empfindet.

Als Andriy zur Hochzeit seines Bruders nach Deutschland reist, sieht er den Ort, den seine Verwandten als „gelobtes Land“ bezeichnen. Doch anstatt überzeugt zu sein, nach Europa zu gehen, zieht es ihn, trotz der zunehmenden Zerstörung und Verwüstung, zurück in seine Heimat, den Nahen Osten.

In der Ukraine, in Syrien, im Irak und in Deutschland suchen Andriy und seine Familie nach einem Ort der Zugehörigkeit und einem Gefühl der Verbundenheit, um die erschütternden Ereignisse der Vergangenheit zu überwinden und ihren Weg in einer Welt zu finden, in der sich der Strom der Menschen, der Gewalt und der Träume ständig verändert und doch ewig zu sein scheint.

Kinotermine
Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste
28.08.2022
Simmern
Heimat Europa Film Festspiele
31.08.2022
Oberhausen
Eine Welt Gruppe Oberhausen
11.10.2022
Groß-Gerau
20.10.2022
Düsseldorf
15.11.2022
Suhl
30.09.2022
Weikersheim

Termine folgen!

Pressestimmen

ZEIT.de .. zeigt die Regisseurin nichts von der Brutalität, mit der Menschen im Krieg gegeneinander vorgehen. In elf Episoden erzählt sie behutsam und geduldig von kleinen, alltäglichen Szenen im besetzten Gebiet, wie sie sich in Fotos oder Nachrichtenclips kaum auszudrücken vermögen.“

„Wer Vertreibung und Flucht nicht aus eigener Erfahrung kennt, beginnt in diesen Minuten, ihre Folgen ein wenig zu begreifen.“

„Auch dank Andriy Suleyman erinnert THIS RAIN WILL NEVER STOP daran, wie Kriege weiterwirken. Nicht nur diejenigen, die in der medialen Berichterstattung täglich präsent sind.“

DER SPIEGEL „Gleich zu Beginn ihres Dokumentarfilms, der bereits 2020 auf Festivals lief und nun in die deutschen Kinos kommt, gibt die ukrainische Regisseurin Alina Gorlova ihren Zuschauerinnen und Zuschauern das Gefühl, in eine postapokalyptische Welt geraten zu sein.“

ARD TTT (Wiederholungen in 3sat Kulturzeit & RBB Studio 3) „Warum Krieg, wenn unsere Sehnsucht der Frieden ist? Warum der Wille zu kämpfen? Für ein Land, für die Liebe? Das sind die Fragen des Films und es sind die Gedanken, die Gorlova jetzt nachts umtreiben.“

ZDF MORGENMAGAZIN „Was mir an diesem Film sehr gut gefallen hat ist, es ist ein Zeitdokument, es zeigt, dass seit acht Jahren dort ein Krieg herrscht, der oft auch ignoriert wurde, er zeigt eben auch was Krieg mit diesen Menschen macht.“

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG Der Film porträtiert den 20-jährigen Andriy Suleyman, der 2012 mit seiner Familie aus dem Syrienkrieg in die Ukraine floh, um dort kurz darauf in die Revolution und in den Donbass-Konflikt zu geraten. Seine Entscheidung, als Freiwilliger beim Roten Kreuz zu arbeiten und die neue Heimat nicht zu verlassen, wird zu einem existenziellen Essay über Zugehörigkeit und persönliche Verantwortung.“

DER TAGESSPIEGEL „Gorlova lässt Landschaften und Orte für sich sprechen, ebenso die Menschen, denen Andriy begegnet. Darunter ein Hirte im Donbass mit seinen Ziegen, in einer märchenhaft anmutenden Szene auf einer verschneiten Weide. Ein utopischer Moment in einer Welt der Gewalt.“

EPD FILM „Das Zeitlose und Metaphorische dieses Films unterstreicht auch die großartige, nachgerade atemberaubende Schwarz-Weiß-Fotografie von Kameramann Vyacheslav Tsvetkov

FILMDIENST.de „THIS RAIN WILL NEVER STOP mit seinen monochromen Motiven, der düsteren Endzeitlyrik, die immer wieder von leiser Zuversicht durchwebt ist, ist ein besonderer Film.“

SPIELFILM.de „..kunstvolle wie poetische Herangehensweise, die voller Symbolhaftigkeit und kluger Metaphorik steckt.“

Variety: “it’s a brave and uncompromisingly artistic attempt to outline the contours of a much larger, perhaps species-wide soul sickness: the psychological and philosophical displacement that war churns up in its wake.”

Cineuropa: “Gorlova provides a fresh take (…) by giving prominence to the war-and-peace cycle – where the black-and-white cinematography embodies a sort of yin-and-yang stylization”

Modern Times: “Gorlova brings Andriy’s stark bifurcated reality to the visceral fore through arresting b&w cinematography, and a sound design that manages to encompass everything from the horror of bomb strikes to the sweet mewing of lambs.”

Regisseurin

Regisseurin: Alina Gorlova

Alina Gorlova ist Regisseurin und Filmeditiorin. Sie ist in der Ukraine geboren und aufgewachsen und hat ihren Abschluss an der Karpenko-Kary Kyiv National University of Theatre, Film & Television gemacht.
Neben ihrer Tätigkeit als Dokumentarfilmregisseurin hat Alina Gorlova auch Erfahrung in der Produktion von Kurzspielfilmen, Sozial- und Webefilmen.
Im Jahr 2016 stellte sie ihren ersten mittellangen Dokumentarfilm KHOLODNY YAR INTRO, der auf dem Odessa IFF (Ukraine) und dem Artdocfest (Moskau, Russland) gezeigt wurde.
Ihr zweiter Dokumentarfilm NO OBVIOUS SIGN (2018) erzählt die Geschichte einer ukrainischen Soldatin, die sich wegen posttraumatischem Stress einer Rehabilitation unterzieht.
Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem MDR-Filmpreis für den besten osteuropäischen Film bei DokLeipzeig 2018.
lina war 2019 Teilnehmerin der Berlinale Talents. Ihr neuester Film THIS RAIN WILL NEVER STOP (2020) gewann den Preis für den besten Erstauftritt bei der IDFA und den Preis für den besten Spielfilm bei dem Festival dei Popoli.

Filmografie

2020  THIS RAIN WILL NEVER STOP – Dokumentarfilm

2018   NO OBVIOUS SIGNS – Dokumentarfilm

2017   INVISIBLE BATTALION – kurzer Dokumentarfilm

2016   KHOLODNY YAR INTRO – mittellanger Dokumentarfilm

2014   BABUSHKA– Kurzspielfilm

2012   THE FIRST STEP IN THE CLOUDS – Kurzspielfilm

Statement der Regisseurin

Dies ist nicht mein erster Film über den Krieg. Die Psychologie bewaffneter Konflikte fasziniert mich schon seit Langem. Warum ist das Schicksal unserer Spezies so eng mit dem Drang zur Aggression verwoben? Warum bewundern die Menschen Militärparaden, haben aber gleichzeitig Angst vor dem Krieg? Sie wollen die Freiheit und sind bereit dafür zu kämpfen, aber sie haben Angst zu sterben und ihre Angehörigen zu verlieren. In diesem Film beobachte ich die große Familie von Andriy Suleyman, die wegen des Krieges über die ganze Welt verstreut ist. Ein Teil von ihnen versucht dem Krieg zu entkommen, aber ein anderer Teil taucht direkt in den Konflikt ein. Diese Gegensätze zeigen uns unsere Welt als einen Siedepunkt, an dem sich Krieg und Frieden vermischen, Liebe und Krieg ihre Paraden feiern und ohne einander nicht existieren können. Mittendrin versucht Andriy Suleyman sein Gleichgewicht und seinen Weg im Leben zu finden.

Visuell setzt THIS RAIN WILL NEVER STOP stark auf statische Bilder und der Film ist komplett in Schwarzweiß gedreht. Durch die Abwesenheit von Farbe wird die geographische Identität des Raums verwischt, da wir zwischen friedlichen und militärischen Szenen und zwischen verschiedenen Ländern wechseln. Wir beginnen mit Luftaufnahmen, in denen wir nicht einmal erkennen können, um welchen Planeten es sich handelt. Die erste Episode eröffnet uns die Grauzone, die Zone zwischen zwei Streitkräften. Von diesem Punkt aus beginnen wir unsere Reise durch unsere Welt. Am Anfang wissen wir nicht genau wer die Hauptperson des Films ist, die Kamera sucht den Protagonisten unter verschiedenen Personen, bis wir Andriy Suleyman und seine Familie finden. Wir verwenden visuelle Reime, um diese Zweideutigkeit zu verstärken, indem wir Kongruenz und Widerspruch zwischen Bildern von Militärmaschinen und humanitären Konvois des Roten Kreuzes, Nationalitäten in der Ukraine und Kurdistan, Paraden von Soldaten und Gay Pride in Deutschland zeigen. Der Film ist in 10 Teile unterteilt, die jeweils durch eine arabische Zahl gekennzeichnet ist: 01234567890, von 0 bis 0, das betont den Kreislauf von Krieg und Frieden, Zerstörung und Wiederaufbau, Leben und Tod. Der Fluss des Wassers ist unser Hauptmetapher und unser Reim im Film ist in zwei Welten unterteilt: die private Geschichte von Süleymans Familie und der metaphorische Hintergrund der Welt. Diese Welten laufen parallel und in jeder Szene kommen sie zusammen, verstärken sich gegenseitig. Die Schlussszene unterstreicht die Hauptaussage des Films. Wir sehen syrische Flüchtlinge in Deutschland, die eine für sie neue Sprache lernen. Danach beobachtet unsere Kamera die große Menschenmenge auf den Straßen, die beginnt sich mit verschiedenen Menschen aus verschiedenen Orten zu vermischen, Flüchtlinge mit Soldaten, ukrainische Tänzer mit kurdischen. In der Folge vermischen sich all diese Menschenströme in einer Person. Krieg und Frieden, Liebe und Hass, sowie Leben und Tod könnten nicht ohne einander existieren und schaffen unsere Welt, in der wir leben.

Filmpreise/Festivals

Festival

2020                      International Documentary Filmfestival Amsterdam, the Netherlands

                            First Appearance Competition Won: IDFA Award for Best First Appearance

2020                      Festival Dei Popoli, Italien

International Competition Won: Best Feature Length

2021                      International Film Festival and Forum on Human Rights, Schweiz

2021                      Docudays UA International Human Rights Documentary Film Festival, Ukraine

International Competition Won: Current Time Award

2021                      Las Palmas International Film Festival, Spanien

International Competition Won: Golden Lady Harimaguada Award

2021                      goEast – Festival of Central- and Eastern European Film, Deutschland

Feature Competition Won: Golden Lily Award for Best Film

2021                      DOK.fest München, Deutschland

2021                      One World – International Human Rights Documentary Film Festival, Tschechien

International Competition Won: Main Jury Prize

2021                      FICDH – International Human Rights Film Festival, Argentinien

2021                      Crossing Europe Filmfestival, Österreich

2021                      IceDocs – Iceland Documentary Film Festival, Iceland. Won: Main Award

2021                      Docavic – Tel Aviv International Documentary Film Festival, Israel

2021                      Beldocs – International Documentary Film Festival, Serbien

                            International Competition Won: Main Award

2021                      Black Canvas – Festival for Contemporary Cinema, Mexiko

                            New Horizon Competition Won: Best Cinematography

2021                      Cork International Film Festival, Irland Won: Best Film

2021                      Fünf Seen Filmfestival, Deutschland

Filmdaten

FILMDATEN

Regie: Alina Gorlova
Buch: Alina Gorlova, Maksym Nakonechnyi
Kamera: Vyacheslav Tsvetkov
Ton: Vasyl Yavtushenko
Schnitt: Olha Zhuarba, Simon Mozgovyi, Alina Gorlova
Musik: Goran Gora, Serge Synthkey
Produzent: Maksym Nakonecheny
Ausführende Produzentin: Olena Yakovitska
Produktion: Tabor
Ko-Produktion: Avantis Promo, Bulldog Agenda
Unterstützt von: Ukranian State Film Agency, National Film Centre of Latvia, Creative Europe Media, Doha Film Institute, Ukranian Film Institute
Weltvertrieb: Square Eyes

 

Titel: THIS RAIN WILL NEVER STOP
Jahr: 2020
Land: Ukraine, Lettland, Deutschland, Katar
Laufzeit: 104 Minuten
Vorführformat: DCP; 2.35:1; schwarz-weiß
Ton: 5.1
Sprachfassung: Kurdisch, Russisch, Ukrainisch, Arabisch, Deutsch mit deutschen Untertiteln
FSK: beantragt 12
Kinostart: 24.3.2022

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