ELLBOGEN

Ein Spielfilm von Asli Özarslan

Eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Fatma Aydemir

Die Geschichte

Hazal ist siebzehn und Berlinerin. Ihr sehnlichster Wunsch: Eine Chance im Leben. Einen Schritt weiterzukommen als ihre Eltern. Trotz Hunderter von Bewerbungen bekommt sie kein einziges Vorstellungsgespräch. Stattdessen steckt sie im Limbo eines endlosen Trainingsprogramms des Arbeitsamtes fest, wo sie nur auf noch mehr Vorurteile stößt.

An ihrem 18. Geburtstag will sie mit ihren drei besten Freundinnen feiern und ihren Alltag und ihre ständigen Kämpfe vergessen. Doch die Dinge nehmen eine andere Wendung. Ein tödlicher Zwischenfall. Verängstigt flieht Hazal nach Istanbul, eine brandneue Stadt in einem ihr unbekannten Land. Dort muss sie allein überleben, koste es, was es wolle.

Mit messerscharfer Präzision erzählt ELLBOGEN die Geschichte einer der vielen jungen Menschen, die aus der Gesellschaft verdrängt werden, die nur ihre sein kann. Wir wollen mit Hazal durch die Nacht rennen, wollen wissen, wie es mit ihr und mit uns allen weitergeht.

Regisseurin & Co Autorin

Asli Özarslan studierte Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden – Württemberg.
Zuvor absolvierte sie ein Studium an der Universität Bayreuth und der Université Sorbonne IV.
Ihre Spielfilme ISLAND 36 (2014) und DIL LEYLA (2016) wurden mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Zu ihren Stipendien zählen das Deutschlandstipendium (2015), die Akademie der KÜNSTE Berlin (2016) und die Kulturakademie Tarabya in Istanbul (2017).
ELLBOGEN nahm an INTO THE WILD 2020 und TORINO FILM LAB 2020 teil.

 

 

Filmographie (Auswahl)

2016                   DILLEYLA, 71 MIN

2014                   INSEL36, 61 Min

2012                   KANAK SPRAK BIST DU

2009                   REFLEKTZONE, Kurzfilm

Intention der Regisseurin

„Scham ist schlimmer als Angst“, sagt Hazal im Roman ELLBOGEN wütend zu sich selbst und spiegelt damit ihre eigene Innenwelt. ELLBOGEN ist ein atmosphärisch dichtes Porträt einer jungen Frau, die einen hohen Preis zahlt, um sich von den Projektionen der Gesellschaft zu befreien. Vor allem die Tat und Hazals scheinbar fehlende Reue haben uns gepackt und lassen uns nicht mehr los. Hazal wendet sich – im positiven Sinne – von der Meinung der Mehrheitsgesellschaft ab. Doch sie ist weder ein eindimensionales „Opfer“ noch eine Muster-Migrantin, die alles richtig macht. Sie ist eine komplexe Frauenfigur, die sich der Täter-Opfer-Dichotomie verweigert. Für uns ist sie eine manchmal ruppige, aber dennoch sympathische Figur. Sie trägt dazu bei, die Barrieren der Gesellschaft aufzuzeigen, die so schwer zu durchbrechen sind. Hazals Welt ist eine, die nicht nur ich, sondern viele Migrant*innen in Deutschland und Europa kennen. Es ist ein Leben, das darin besteht, sich ständig behaupten oder beweisen zu müssen. In Hazal wird diese Gesellschaft entlarvt. Ihre Stärke berührt uns tief.

Autorin

CLAUDIA SCHAEFER, Drehbuchautorin und Diplom- Psychologin, studierte von 2007 bis 2010 an der dffb in Berlin. Sie schreibt gerne Filme im politischen Kontext in allen Genres und ist ein Fan von dramatischen Überraschungen und freien Erzählformen. 2012 kam ihr erster Spielfilm, WEIL ICH SCHÖNER BIN, produziert von der Filmgalerie 451 und unter der Regie von Frieder Schlaich, in die Kinos.  Er wurde international mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis beim Stockholm International Children’s Film Festival und  dem  zweiten  Preis  beim  Chicago  International Children’s Film Festival. Sie gründete und leitet die Initiative Young Movie Makers, aus der unter anderem der 30-minütige Spielfilm  NEU-  KbLLN  GENUG  hervorging,  der  auf  dem Filmfestival  Cottbus  seine  Premiere  feierte.  Im  Jahr  2017 realisierte  Frieder  Schlaich  ihr  zweites  Spielfilmdrehbuch NAOMIS REISE. Naomis Reise ist eine Produktion des kleinen TV-Dramas und kam 2018 in die Kinos. Aktuell arbeitet sie an dem 2020 vom BKM geförderten Drehbuchstoff STAATSSCHUTZ, in dem eine koreanisch-deutsche Staatsanwältin auf rassistische Strukturen innerhalb und außerhalb der Behörde trifft. Sie arbeitet zudem an ZEIT DER KROKODILE, ebenfalls BKM gefördert. Claudia Schaefer schreibt auch für Fernsehserien, arbeitet als Dramaturgin für das BKM, hat verschiedene Filmfestivals mitkuratiert und lehrte Drehbuchschreiben an der hmt Leipzig und der ifs Köln. Sie war Teilnehmerin des Talentcampus, der Akademie für Kindermedien und dem TORINO FILM LAB 2020.

Filmographie (Auswahl)

2017                   NAOMIS REISE, 93 Min

2012                   WEIL ICH SCHÖNER BIN, 81 Min

Filmdaten

Regie: Asli Özarslan

Buch: Claudia Schaefer, Asli Özarslan (Co-Autorin)

Produktion: Jamila Wenske, Melanie Blocksdorf – Achtung Panda!

Co-Produktion: ISTOS FILM (TR), TRIPODE FILM (FR), JIP FILM & VERLEIH (DE)

Casting: Manolya Mutlu

Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas

Schnitt: Ana Branea

Förderungen und Partner: Torino Film Lab, ZDF Das kleine Fernsehspiel, Into The Wild, MFG Baden-Württemberg, FFA/CNC Mini-Traité, Kuratorium junger deutscher Film, HessenFilm und Medien GmbH

Länge: 93 Min

Spielorte: Berlin, Istanbul

Sprache: Deutsch, Türkisch

 

Cast
tba

 

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