IM VERLEIH

BLACK MAMBAS

Dokumentarfilm von Lena Karbe

Jede Nacht patrouilliert die weibliche Anti-Wilderei-Einheit BLACK MAMBAS im Kruger Nationalpark, einem der beliebtesten touristischen Attraktionen von Südafrika. Für die jungen Frauen ist der Job ein Dilemma. Er ist der Weg aus Armut und Arbeitslosigkeit mit Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben, aber gleichzeitig auch ein Bruch mit vorherrschenden Traditionen. Zudem müssen sie einen Umweltpatriotismus in ihre Gemeinden bringen, die an der Wildtierwirtschaft seit Gründung des Parks weder teilhaben, noch davon profitieren können.

Der Dokumentarfilm von Regisseurin Lena Karbe zeigt die Alltagskämpfe der Frauen mit weißen Vorgesetzten, fordernden Angehörigen und „dem System Nationalpark“.

Er erzählt von der Arbeit der BLACK MAMBAS, in der es um den Schutz der letzten Nashörner und den Erhalt der Artenvielfalt in einer der faszinierendsten Landschaften Afrikas geht. Gleichzeitig rückt er das Schicksal der dort lebenden Menschen in den Blick und stellt unausweichliche Fragen.

MIDWIVES

Dokumentarfilm von Snow Hnin Ei Hlaing

Der Dokumentarfilm MIDWIVES begleitet zwei Hebammen im Westen Myanmars – eine Buddhistin und eine Muslima – die ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeiten in einer improvisierten Klinik zusammenarbeiten und den Rohingya im Rakhine State medizinische Hilfe leisten. Über mehrere Jahre beobachten wir sie bei ihren täglichen Herausforderungen, aber auch bei ihren Hoffnungen und Träumen inmitten eines Umfelds, in dem Chaos und Gewalt stetig wachsen.

Snow Hnin Ei Hlaings bemerkenswertes Dokumentarfilmdebüt wurde über fünf turbulente Jahre im Rakhine State in Myanmar gedreht. Der sanfte, unvoreingenommene Blick der Filmemacherin gewährt einen einzigartigen Zugang zu diesen mutigen Frauen, die sich zusammenschließen, um (geborenes) Leben zu schützen. Voller Liebe, Empathie und Hoffnung bietet MIDWIVES einen seltenen Einblick in die komplexe Realität Myanmars und seiner Menschen.

MUTTER MUTTER KIND

Dokumentarfilm von Annette Ernst

2004 erscheint eine Zeitungsannonce: Die beiden Frauen Pedi und Anny suchen einen Samenspender. Eine Familiengeschichte beginnt, an deren Anfang ein großer Kinderwunsch steht. In einer Zeit, in der das Familienbild aus Mutter, Vater und Kind(ern) besteht und die Gesellschaft mit großer Ablehnung auf alles andere reagiert, geht Pedis und Annys Traum mit Eike endlich in Erfüllung, sie bekommen drei Söhne. Jahre später taucht plötzlich ein Mädchen auf, das ihre Brüder kennenlernen will. Hat Eike noch anderen Familien geholfen? Alte und neue Familiengeheimnisse werden gelüftet, Liebe kommt und geht und der ganz normale Wahnsinn zwischen Windeln wechseln und Fußballspielen nimmt seinen Lauf.

Der Dokumentarfilm „MUTTER MUTTER KIND – Let’s do this differently“ ist ein seltenes Langzeit-Familienporträt über zwei Frauen, die unerschütterlich an die Kraft und den Zusammenhalt ihrer Familie glauben und dafür einstehen. Ihre Kinder wachsen zu jungen Menschen heran, während das traditionelle Familienbild herausgefordert wird. Im Spiegel der Zeit sehen wir die große gesellschaftliche Beschäftigung mit gleichgeschlechtlicher Liebe, Ehe und Elternschaft. Die Notwenigkeit gemeinschaftlicher und gesetzlicher Lösungen sowie Akzeptanz und Vielfalt zählen bis heute zu den großen Themen unserer Gesellschaft.

HIVE

Film des Monats September

Kinoempfehlung der Evangelischen Filmjury

Spielfilm von Blerta Basholli

Fahrijes Ehemann gilt seit Kriegsende als vermisst – wie viele Männer in ihrem Dorf im Kosovo. Zusätzlich zur Ungewissheit hat die Familie auch finanzielle Sorgen. Als die Bienen, die sie züchten, kaum noch Honig geben, beschließt Fahrije, den Führerschein zu machen und mit hausgemachtem Ajvar, einer Paprikapaste, Geld in der Stadt zu verdienen. Doch die traditionelle patriarchalische Dorfgemeinschaft beobachtet ihr Tun misstrauisch und verurteilt offen ihre Bemühungen. Fahrije aber lässt sich nicht einschüchtern, und schon bald wagen es weitere Frauen, ihr bei diesem revolutionären Unternehmen zu helfen.

In ihrem preisgekrönten Debüt-Spielfilm zeigt Regisseurin Blerta Basholli eine mutige Frau, die zur Ernährerin ihrer Familie wird. Sie gründet eine Frauengenossenschaft in ihrem Heimatdorf und motiviert andere Frauen mit ähnlichem Schicksal zu Eigenständigkeit. Der Film erzählt vom Zusammenhalt unter Frauen, vom Aufbruch und von Heilung. Trotz großer Widerstände und patriarchaler Strukturen bringt Fahrije wieder Hoffnung und liebevolle Menschlichkeit zurück in eine Gemeinschaft, die sich durch Krieg und Zerstörung verloren hat.

HIVE ist von der wahren Lebensgeschichte von Fahrije Hoti inspiriert. Ebenso wie im Film hat die Kosovo-Albanerin ihren Mann seit Kriegsende als vermisst gemeldet. Sie ist heute eine erfolgreiche Unternehmerin und engagiert hauptsächlich Frauen und Witwen in ihrem Betrieb, in dem Ajvar und weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse hergestellt werden. Seit sie über Frauenrechte spricht, ist sie im ganzen Land bekannt.

THE OTHER SIDE OF THE RIVER

Dokumentarfilm von Antonia Kilian

Die 19-jährige Hala entkam einer arrangierten Ehe, indem sie den Euphrat überquerte, um bei einer kurdischen Frauenverteidigungseinheit ein neues Zuhause zu finden – eine Einheit, die darauf ihre Heimatstadt Minbij vom Islamischen Staat befreite. Für ihre Mitstreiterinnen ist der Feind nicht nur der IS, sondern das Patriarchat im Allgemeinen, mit der (Zwangs) Ehe als ultimativer Unterdrückungsinstitution.

Die jungen Frauen werden im Kampf ausgebildet und in den feministischen Idealen der kurdischen Frauenbewegung aufgeklärt. Hala ist von diesen Lehren zutiefst inspiriert und widmet sich entschlossen dem Versprechen, nicht nur mehr Frauen, sondern auch ihre Schwestern um jeden Preis zu befreien. Doch gibt es in Halas Leben noch Platz für Freiheit und sogar Liebe, wenn ihre Mission alles vereinnahmt?

THE OTHER SIDE OF THE RIVER schildert den entschlossenen, revolutionären Weg von Hala und beleuchtet gleichzeitig eine andere, parallele Lebenserfahrung: die eigenen Reflexionen der Regisseurin über das Dasein als Feministin und kulturelle Außenseiterin in einer Situation, in der der Begriff „militanter Feminismus“ durchaus wörtlich verstanden werden könnte.

THIS RAIN WILL NEVER STOP

Dokumentarfilm von Alina Gorlova

THIS RAIN WILL NEVER STOP nimmt den Zuschauer mit auf eine bildgewaltige Reise durch den endlosen Kreislauf von Krieg und Frieden in der Menschheit.
Der Film folgt dem 20-jährigen Andriy Suleyman bei seinem Versuch, eine nachhaltige Zukunft zu sichern und gleichzeitig den menschlichen Tribut für bewaffnete Konflikte zu zahlen.
Vom syrischen Bürgerkrieg bis hin zum Krieg in der Ukraine wird Andriys Existenz von dem scheinbar ewigen Fluss von Leben und Tod bestimmt.

Der 20-jährige Andriy Suleyman wurde als Sohn eines kurdischen Vaters und einer ukrainischen Mutter in Al-Hasaka Syrien geboren. Im Jahr 2012, als Andriy in der 9. Klasse war, floh seine Familie vor dem Bürgerkrieg in Syrien nach Lyssytschansk, die Heimat seiner Mutter in der Ostukraine. Doch kurz nachdem sie ihr neues Leben begonnen haben, holt der Krieg die Familie wieder ein, als plötzlich ein neuer Konflikt in der Ukraine ausbricht.

Trotz der zunehmend gewalttätigen Auseinandersetzungen bleibt die Familie in Lyssytschansk. Die Stadt ist eine humanitäre Katastrophe, in der regelmäßige Explosionen zu hören sind und den Folgen des Krieges nicht zu entkommen ist. Im Schatten der paradierenden Soldaten und des nicht enden wollenden Stroms von verwundeten Kämpfern und vertriebenen Flüchtlingen versucht die lokale Bevölkerung den Anschein eines normalen Lebens aufrechtzuerhalten.

Spezialisiert auf Impact Producing und Impact Verleih

jip film & verleih ist spezialisiert auf Impact-Distribution. 
Das Ziel von Impact Producing und Distribution ist Film als treibende Kraft
für Veränderung in unserer Gesellschaft einzusetzen und nachhaltig und wirtschaftlich auszuwerten.
jip film & verleih wurde im August 2017 von Julia I. Peters und Jutta Feit in Frankfurt/Main gegründet.
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News

„THE OTHER SIDE OF THE RIVER“ gewinnt in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“

Beim Deutschen Filmpreis 2022 hat, am 24.6. in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ THE OTHER SIDE OF THE RIVER die begehrte LOLA erhalten.

THE OTHER SIDE OF THE RIVER und WEM GEHÖRT MEIN DORF?

Beim Deutschen Filmpreis 2022 sind in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ die Filme THE OTHER SIDE OF THE RIVER und WEM GEHÖRT MEIN DORF nominiert.

Sonderveranstaltung mit Kabul, City in the Wind in Frankfurt

Wir zeigen kurzfristig als Solidaritätsveranstaltung den preisgekrönten Film Kabul, City in the Wind – Dokumentarfilm von Regisseur Aboozar Amini in FRANKFURT im tollen Freiluftkino Frankfurt und in Kooperation mit Lichter Filmkultur e.V. Mittwoch 18.08 , Einlass 19. 30 Uhr. Aboozar wird uns eine Videobotschaft schicken.

5 Seen Film Festival – The Rain Will Never Stop & The Other Side of the River

Beide im Wettbewerb: 5 Seen Film Festival – The Rain Will Never Stop von Regie: Alina Gorlova & The Other Side of the River von Regie: Antonia Kilian

Berlin-Premiere und Kinotour von WEM GEHÖRT MEIN DORF

Nach fulminanter Berlin-Premiere mit knapp 500 Zuschauer*innen unter freiem Himmel startet „Wem gehört mein Dorf“ im jip film&verleih heute im Kino. Begleitet wird der Film von einer umfangreichen Kinotour mit Regisseur Christoph Eder.

Im Wettbewerb: DOKfest München – Wem gehört mein Dorf

In seinem Heimatdorf an der Ostsee beobachtet der Filmemacher Christoph Eder das Erwachen der Einwohner*innen aus ihrer politischen Lethargie im Kampf um das Schicksal des beliebten Touristenorts.
Ein Film über das Wesen der Demokratie zwischen weißer Bäderarchitektur und dem Rauschen des Meeres.

PARIS KEINE TAG OHNE DICH ist für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert.

Ulrike Schaz erlebt in Paris, der Stadt ihrer Träume, den Albtraum ihres Lebens. Weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort ist, gilt sie plötzlich weltweit als Terroristin, Komplizin von Carlos, dem „Schakal“. Jahre später trifft sie ihre Freunde von damals wieder und beginnt mit einer künstlerisch-essayistischen Aufarbeitung der Erlebnisse.

Festivalnews: Eine Handvoll Wasser im Wettbewerb

Im Wettbewerb vom Lichter Filmfest International läuft der Spielfilm EINE HANDVOLL WASSER von Jakob Zapf, mit Jürgen Prochnow, Milena Pribak, Pegah Ferydoni, Anja Schiffel, Anke Sevenich. Noch bis zum 9. Mai gibt es Online Tickets für das Festivalheimkino bei Lichter on Demand zu kaufen.

Produktion & Verleih

Verleih

Spezialisiert auf Impact Verleih - unterhaltende und anspruchsvolle Kino Dokumentarfilme und Spielfilme im Arthouse-Bereich

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jip film & verleih team

jip film & verleih ist spezialisiert auf Impact-Distribution. Das Ziel von Impact Producing und Distribution ist Film als treibende Kraft für Veränderung in unserer Gesellschaft einzusetzen und nachhaltig und wirtschaftlich auszuwerten. Gezielt bauen wir für jeden Film neue Fans, ein Netzwerk und Partner für Kampagnen auf, die uns dabei unterstützen, im Kino und außerhalb des Kinos einen Mehrwert zu generieren.

Jutta Feit

Verleih und Regisseurin

Julia Peters

Produzentin, Regisseurin