ELLBOGEN

Ein Spielfilm von Asli Özarslan

Eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Fatma Aydemir

Premiere am 18.2.2024 auf der Berlinale

Wettbewerb Generation

Die Geschichte

Hazal erfährt eine Job-Ablehnung nach der anderen. An ihrem 18. Geburtstag will sie die Sorgen vergessen und mit ihren Freundinnen feiern gehen. Doch auch dort wird sie abgewiesen. Als sie sich frustriert auf den Heimweg macht, wird sie belästigt. Die Situation eskaliert und Hazal muss fliehen.

Inhalt

Hazals sehnlichster Wunsch: Ein Leben. Trotz vieler Bewerbungen, wird sie zu keinem einzigen Gespräch eingeladen. Stattdessen sitzt sie in einer Bildungsmaßnahme vom Job-Center fest, die sie immer wieder auf ihren Platz verweist. Aber an ihrem 18. Geburtstag fühlt sich Hazal stark. Es ist wie in alten Zeiten, als sie und ihre Freundinnen dachten, sie könnten alles erreichen, solange sie nur zusammenhalten. Erst als sie in der Schlange eines hippen Clubs stehen, wird Hazal klar, dass sie hier nicht hingehören. Und sie behält recht. Der Türsteher lässt sie abblitzen.

Auf dem Heimweg werden sie von einem überheblichen Studenten belästigt, die Situation eskaliert. Die Wut aus der nicht endenden Ablehnung eruptiert in einer folgenschweren Begegnung.
Hazal flieht Hals über Kopf nach Istanbul, in eine brandneue Stadt in einem ihr unbekannten Land. Dort muss sie allein überleben, koste es was es wolle.

ELLBOGEN erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die aus der Gesellschaft verdrängt wird, die nur ihre sein kann. Man will mit ihr durch die Nacht rennen, man will wissen, wie es mit ihr und mit uns allen weitergeht.

ELLBOGEN feiert seine Weltpremiere auf der BERLINALE 2024 im Wettbewerb GENERATION.

„Zwischen sanfter Beharrlichkeit und wütender Rebellion treffen wir auf Protagonist*innen, die ganz unterschiedliche Wege gehen, denen aber der Unwille gemeinsam ist, mit den Dingen, wie sie sind, Frieden zu schließen. In einer Welt, die auseinanderfällt, eröffnen diese Filme neue Perspektiven auf das, was ist und was sein könnte“ – Sektionsleiter Sebastian Markt

Regisseurin & Co Autorin

19.07.1986 in Berlin, studierte von 2007-2011 Theater und Medien an der Universität Bayreuth sowie Philosophie und Soziologie an der Université Sorbonne IV in Paris. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten für 3sat Kulturzeit, ZDF, ARD Auslandstudio Warschau.

Sie besuchte Filmworkshops in Israel und in der Türkei. Von 2012-2017 folgte ein Studium der Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg.

2014 erhielt sie das Deutschlandstipendium, 2015 das Stipendium der Akademie der Künste in der Sektion Film- und Medienkunst und 2017 das Stipendium der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2023 wurde sie von NETFLIX für ein Talent Workshop in Prag eingeladen.

INSEL 36 (2014) und ihr Diplomfilm DIL LEYLA (2016) gewannen internationale und nationale Auszeichnungen. Ihr aktuelles Debütfilmprojekt ELLBOGEN (2024) hat seine Weltpremiere auf der 74. Berlinale in der Sektion Generation.

Filmographie (Auswahl)

2016                DILLEYLA, 71 MIN

2014                INSEL36, 61 Min

2012                KANAK SPRAK BIST DU

2009                REFLEKTZONE, Kurzfilm

DIRECTOR’S NOTE

„Scham ist schlimmer als Angst“, sagt Hazal im Roman ELLBOGEN wütend zu sich selbst und spie-gelt damit ihre eigene Innenwelt. ELLBOGEN ist ein atmosphärisch dichtes Porträt einer jungen Frau, die einen hohen Preis zahlt, um sich von den Projektionen der Gesellschaft zu befreien. Vor allem die Tat und Hazals scheinbar fehlende Reue haben uns gepackt und lassen uns nicht mehr los. Hazal wendet sich – im positiven Sinne – von der Meinung der Mehrheitsgesellschaft ab. Doch sie ist weder ein eindimensionales „Opfer“ noch eine Muster-Migrantin, die alles richtig macht. Sie ist eine komplexe Frauenfigur, die sich der Täter-Opfer-Dichotomie verweigert. Für uns ist sie eine manchmal ruppige, aber dennoch sympathische Figur. Sie trägt dazu bei, die Barrieren der Gesellschaft aufzuzeigen, die so schwer zu durchbrechen sind. Hazals Welt ist eine, die nicht nur ich, sondern viele Migrant*innen in Deutschland und Europa kennen. Es ist ein Leben, das darin besteht, sich ständig behaupten oder beweisen zu müssen. In Hazal wird diese Gesellschaft entlarvt. Ihre Stärke berührt uns tief.

Autorin

Claudia Schaefer, Drehbuchautorin und Diplom- Psychologin, studierte von 2007 bis 2010 an der dffb in Berlin. Sie schreibt gerne Filme im politischen Kontext in allen Genres und ist ein Fan von dramatischen Überraschungen und freien Erzählformen. 2012 kam ihr erster Spielfilm, WEIL ICH SCHÖNER BIN, produziert von der Filmgalerie 451 und unter der Regie von Frieder Schlaich, in die Kinos.  Er wurde international mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis beim Stockholm International Children’s Film Festival und  dem  zweiten  Preis  beim  Chicago  International Children’s Film Festival. Sie gründete und leitet die Initiative Young Movie Makers, aus der unter anderem der 30-minütige Spielfilm  NEU-  KbLLN  GENUG  hervorging,  der  auf  dem Filmfestival  Cottbus  seine  Premiere  feierte.  Im  Jahr  2017 realisierte  Frieder  Schlaich  ihr  zweites  Spielfilmdrehbuch NAOMIS REISE. Naomis Reise ist eine Produktion des kleinen TV-Dramas und kam 2018 in die Kinos. Aktuell arbeitet sie an dem 2020 vom BKM geförderten Drehbuchstoff STAATSSCHUTZ, in dem eine koreanisch-deutsche Staatsanwältin auf rassistische Strukturen innerhalb und außerhalb der Behörde trifft. Sie arbeitet zudem an ZEIT DER KROKODILE, ebenfalls BKM gefördert. Claudia Schaefer schreibt auch für Fernsehserien, arbeitet als Dramaturgin für das BKM, hat verschiedene Filmfestivals mitkuratiert und lehrte Drehbuchschreiben an der hmt Leipzig und der ifs Köln. Sie war Teilnehmerin des Talentcampus, der Akademie für Kindermedien und dem TORINO FILM LAB 2020.

Filmographie (Auswahl)

2017                   NAOMIS REISE, 93 Min

2012                   WEIL ICH SCHÖNER BIN, 81 Min

Filmdaten

Regie: Aslı Özarslan
Romanvorlage: Fatma Aydemir
Drehbuch: Claudia Schaefer, Aslı Özarslan (Co-Autorin)
Kamera: Andac Karabeyoglu
Schnitt: Ana Branea, David J. Achilles
Ton: David Almeida-Ribeiro, Andreas Radzuweit
Musik: Délphine Mantoulet
Casting: Manolya Mutlu
Produziert von: Jamila Wenske, Achtung Panda!
Ko-produziert von: Delphine Schmit & Guillaume Dreyfus, Tripode Film (FR); Anna Maria Aslanlogu, Istos Film (TR); Julia Peters & Jutta Feit, jip film & verleih (DE)
Förderung & Partner: HessenFilm und Medien GmbH, Medienboard, FFA/CNC Mini-Traité, Kuratorium junger deutscher Film,
MFG Baden-Württemberg, DFFF, ZDF Das kleine Fernsehspiel,Tarabya Kulturakademie, Torino Film Lab, Into The Wild

Titel: Ellbogen
Genre: Spielfilm, Drama, Coming-of-Age
Jahr: 2024
Land : Deutschland, Türkei
Laufzeit: 86 Minuten
Vorführformat: DCP; 1:1,66
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachfassung: Deutsch, Türkisch mit deutschen od. englischen Untertiteln
FSK:  tba
Kinostart: Herbst 2024

Cast

Melia Kara – Hazal
Jamilah Bagdach – Elma
Asya Utku – Gül
Nurgül Ayduran – Ebru
Doğa Gürer – Mehmet
Mina Özlem Sagdic – Semra
Jale Arikan – Sultan
Ali-Emre Sahin – Onur
Ercan Karacayli – Salih
Idil Baydar (Gilet Ayse) – Frau Göktan
Shadi Eck – Mahdi
Halil – Haydar Sahin
Ömer Kuzu – Orhan Kiliç
Katrine Eichberger – Frau Meyer
Jörg Pintsch – Lars Immer/Ladendetektiv
Denis Riffel – Thorsten

PartnerInnen
Presse

Presseheft
Stills
Regisseurin

Presseanfragen:
Nicole Kühner, Kulturmeisterei
Pohlstraße 58
10785 Berlin
+49 30 26399555
+49 176 21230733
hallo@kulturmeisterei.com

Verleih und Dispo:
Jutta Feit
Oeder Weg 42
60318 Frankfurt am Main
Tel. 069-805 32273
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