Silence Radio

Ein Film von Juliana Fanjul

Kinostart 14.Januar 2021

Die Geschichte

Mexiko, März 2015. Carmen Aristegui, die unbestechliche Journalistin, wird von ihrem Radiosender entlassen, bei dem sie seit Jahren arbeitet.
Aber Carmen setzt ihren Kampf online fort für Meinungs- und Pressefreiheit und gegen Fake News fort.

Inhalt

Carmen Aristegui wird nicht schweigen. Die regierungskritische Enthüllungsjournalistin und Nachrichtensprecherin mit Kultstatus ist eine der wenigen Stimmen Mexikos mit dem Mut zur Wahrheit.  2015 wird Carmen von MVS mit ihrem Team entlassen und verklagt. Sie enthüllte die Verwicklung der Präsidentenfamilien Peña Nieto in einen Immobilienskandal. Die Bevölkerung reagiert mit Protesten, mehr als 200.000 Menschen unterzeichnen eine Petition. Neben Morden, Einschüchterungen und Entlassungen nutzen die Mächtigen in Mexiko auch die Justiz, um kritischen Journalismus zu verhindern. Für die Journalistin beginnt der Kampf um die Pressefreiheit. In ihrem neuen unabhängigen Internetkanal „Aristegui Noticias“ hören ihr Millionen Menschen weltweit zu, wenn sie Missstände aufdeckt.

SILENCE RADIO begleitet die unbeugsame Frau durch ihren turbulenten Alltag, während sie weiter publiziert und ein Team von investigativen Journalisten durch die vergiftete mexikanische Medienlandschaft manövriert.

Kinotermine
Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste
05.10. 2020
Berlin
BUFA
Human Rights Film Festival Berlin mit Yuliana Fanjul (Regie / angefragt) + Reporter ohne Grenzen
08.10. 2020
Berlin
Human Rights Film Festival Berlin mit Filmgespräch Reporter ohne Grenzen
29.10.& 02.11. 2020
Tübingen
Französische Filmtage Stuttgart/Tübingen
Wettberwerb Heldinnen | Femmes d’exceptions
04.11.2020
Berlin
20. Filmfest FrauenWelten
10.11. 2020
Dresden
MOVE IT! Filmfestival
Filmfestival für Menschenrechte und Entwicklung
19.11.2020
Kassel
Regisseurin Juliana Fanjul angefragt

Weitere Termine folgen!

Pressestimmen
Presse/KinobetreiberInnen

Downloads

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Presseanfragen und Dispo:

jip film & verleih
Verleih: Julia Peters
Dispo: Jutta Feit
Oeder Weg 42
60318 Frankfurt am Main
Tel. 069-805 32273
info@jip-film.de

Filmpreise/Nominierungen/Festivals
Wettbewerbsteilnahmen:

Awards

Genf, FIFDH Festival International du film sur les droits humains, Prix Gilda Vieira de Mello en hommage à son fils Sergio Vieira de Mello 2020

Prizren, Dokufest International Documentary and Shortfilm Festival Prizren, Special Mention (Human Rights Docs) 2020

Auswahl Festivals

35. IDFA Amsterdam – Premiere

Munich, 35.DOK.fest München

18. Festival International du film et forum international sur les droits humains

55. Solothurner Filmtage,

FIPADOC Festival International de Documentaires

This Human World 2019 Int. Filmfestival der Menschenrechte

International Documentary and Short Film Festival Prizren

Cast&Crew

Buch/Regie: Juliana Fanjul
Kamera: Jeröme Colin
Ton: Carlos lbanez-Diaz
Schnitt: Yael Bitton
Produzenten: Philippe Coeytaux und Nicolas Wadimoff – Akka Films
Koproduzenten: Jose Cohen Ovadia – Cactus Docs, RTS Radio Television Suisse
Weltvertrieb: Sweet Spot Docs / Schweiz

 

Regisseur*In

 

Regisseurin Juliana Fanjul

wurde 1981 in Mexiko geboren. Sie erhielt einen BA in Visueller Kommunikation, besuchte die EICTV, Internationale Film- und Fernsehschule von San Antonio de los Baños (Abteilung Dokumentarfilm) und arbeitete als Regieassistentin.

2011 ging sie im Rahmen eines Austauschprogramms in die Schweiz, wo sie den Master in Cinema Studies 2012-14 absolvierte, ein gemeinsames Programm der ECAL (École Cantonale d’Art de Lausanne) und der HEAD (Haute École d’Art et Design) in Genf.

 

 

Filmografie

MUCHACHAS, CH 2015, 63 Min.
CUBA CALLING, QU / CU 2014, 24 Min.
I SEGUIMOS VIVOS, CU 2010, 24 Min.

Regiekommentar

Ich bin vor einigen Jahren nicht nur für mein Filmstudium in die Schweiz gekommen, sondern auch als Einwanderin, die der täglichen Korruption und Gewalt entkommen ist, die mein Land, Mexiko, als Geisel genommen hat.
Obwohl ich mich in der friedlichen gesellschaftspolitischen Realität in der Schweiz sicher fühlte, hatte ich am 13. März 2015 das Gefühl, dass eine Welle von Ungerechtigkeit und Gewalt den Atlantik überquerte und mich in meiner Wohnung in Genf überwältigt.

Diese Nachricht schockierte mich aus zwei Gründen.
Die Stimme einer der letzten unbestechlichen Journalistinnen in meinem Land wurde zum Schweigen gebracht, aber ich wurde auch meines Rechts auf unvoreingenommene und notwendige Informationen beraubt. Ein Recht, das ich mit einem Publikum von über 18 Millionen Mexikanern teilte. Ich habe Carmen mehr als 20 Jahre lang im Radio gehört. Bereits als Teenager spielte Carmen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung meiner Identität als unabhängige Frau und öffnete mir die Augen für soziale Ungerechtigkeit.

In Genf angekommen, verfolgte ich weiterhin ihre tägliche Sendung, hauptsächlich, um mich über die neuesten Nachrichten aus meinem Land auf dem Laufenden zu halten, aber auch, ihre Rede die Freiheit im weitesten Sinne in Frage stellte.
Ihre plötzliche Stille erzeugte zuerst ein Gefühl von großem Verlust, ich war eine Waise der Wahrheit geworden.
Ich suchte obsessiv nach Antworten auf diese willkürliche Handlung. In den folgenden Wochen versank ich in tiefe Besorgnis, die weit über den mexikanischen Kontext hinausging.

Einige Monate nach Abschluss meines ersten Spielfilms, Muchachas (Visions du Reel, 2015), verwandelte ich meine Sorge und Zorn in einen kreativen Impuls und beschloss, diesen Film zu machen.

Filmdaten

Laufzeit: 78 Minuten / D 2019 / DCP / 4:3

Farbe Spanisch mit Deutsch UT

FSK ab 12 Jahren

 

 

PartnerInnen
Schulkino

Alle Informationen zum Film

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