Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

Regie: Yulia Lokshina / Dokumentarfilm

Wiederaufführung: 03. Dezember 2020

„Höhepunkt auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis“ „Zwei Wirklichkeiten zwischen Migration und Komfortzone“

- Filmdienst

„Besonders eindrucksvoll wirkt der Film durch seine Zurückhaltung. Es geht ihm nicht um die Emotionalisierung von Einzelschicksalen, sondern eine umfassende Kritik der Verhältnisse.“„Yulia Lokshina nimmt die Zuschauer:innen mit in die Verantwortung und verleiht ihrem Dokumentarfilm eine nachhaltige Wirkung, die über die Spielzeit von 92 Minuten hinaus geht.“

- FILMLÖWIN

Ihr Film "Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit" ist eine raffinierte Studie über Wirtschaftsstrukturen, Konsumverhalten und Fragen der Verantwortung. Plötzlich hat Lokshina damit aber den Film zur Stunde gemacht."

- SZ

Die Geschichte

In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische LeiharbeiterInnen des größten Schweineschlachtbetriebs des Landes ums Überleben – und AktivistInnen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener GymnasiastInnen das Stück „Die Heilige Johanna der Schlachthöfe“ und reflektieren über die deutschen Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.

Verwoben mit den Gedankengängen der Jugendlichen und ihrer Auseinandersetzung mit dem Text in den Proben erzählt der Film in unterschiedlichen Fragmenten über Bedingungen und Facetten von Leiharbeit und Arbeitsmigration in Deutschland.

 

Bester Dokumentarfilm auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2020

Begründung der Jury:

Feinfühlig, vom ersten Moment an fesselnd und vielschichtig öffnet der Film den Blick für ein großes Problem unserer Gesellschaft. Dabei lenkt er in einer dramaturgisch sich verdichtenden Erzählung unsere Aufmerksamkeit behutsam auf das, was niemand sehen will: Die beklagenswerte Zeitlosigkeit des kapitalistischen Ausbeutungssystems manifestiert sich auch mitten in unserer Gesellschaft. Ohne zu predigen setzt der Film auf Beobachtung, Empathie und intellektuelle Durchdringung der Thematik. Durch seine filmische Versuchsanordnung gelingt der Regisseurin ein ganz eigener Zugang, der das Publikum aufgewühlt zurücklässt. Der Preis der Dokumentarfilm-Jury für den besten Dokumentarfilm geht an „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ von Yulia Lokshina.

Jurymitglieder: Sigrun Köhler, Damian Scholl, Joana Scrinzi

Kinotermine
Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste
03.12.-09.12.20
Karben
03.12.-09.12.20
Wolfhagen
06.12.2020
Schwabach
Sonderveranstaltungsreihe über Nahrungsmittel und Ökologie gezeigt
10.12.-16.12.20
Kelkheim
10.12.-16.12.20
Büdingen
11.12.2021
Lünen
Dokumentarfilmwettbewerb
Mit Gast: Yulia Lokshina
09.05.2021
Paderborn

Weitere Termine folgen!

Pressestimmen

ARD ttt: „Leben wie im Schweinestall. Das Wohl von Mensch und Tier auf dem absoluten Tiefstand. Eine Parallelgesellschaft, versteckt hinter Zäunen und strengen Sicherheitsvorkehrungen.“
„Im Mittelpunkt sollen die Geschichten der Menschen stehen, ohne reißerische Bilder, die nur ablenken würden. So wirken die Erlebnisse der Arbeiter*innen umso wuchtiger.“

ZDF HEUTE JOURNAL: „Der Film geht behutsam mit seinen Protagonisten um“
„Der Film ist unerwartet aktuell, er gibt den Unsichtbaren ein Gesicht“

NDR HALLO NIEDERSACHSEN:„Der Dokumentarfilm fordert dazu auf, die Wohlstands- und Wohlfühlecke zu verlassen…“

Süddeutsche Zeitung: „Ihr Film “Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit” ist eine raffinierte Studie über Wirtschaftsstrukturen, Konsumverhalten und Fragen der Verantwortung. Plötzlich hat Lokshina damit aber den Film zur Stunde gemacht.”

SR 2: „Die Dokumentarfilmerin Yulia Lokshina hat nicht erst seit dem Fall Tönnies ein Auge auf die deutsche Fleischindustrie und ihren Umgang mit den meist osteuropäischen Ausbeinern.“

WDR: „Die Dokumentarfilmerin Yulia Lokshina hat vor drei Jahren begonnen, die Zustände in der ostwestfälischen Fleischindustrie zu durchleuchten.“

O EINS (Oldenburg Lokalsender)„Der Film ist besonders erwähnenswert, (…), auch weil es ihm gelingt, einer der großen gesellschaftlichen Probleme der Region darzustellen.“

„Der Film gibt tiefe Einblicke in ein völlig zerfahrenes System.“

Berliner Zeitung: „In exzellenten Bilder und genau komponierter Dramaturgie zeigt Lokshina westfälische Fleischfabriken und die schlechte Behandlung der Menschen, oft Migranten, die dort arbeiten – mitten in Deutschland glaubt man plötzlich, die Dritte Welt zu sehen.“

SR: Interview mit Yulia Lokshina

Pforzheimer News: „Risikogruppen“: Neue Ausstellung zeigt Filme und Installationen von Preisträgerin Yulia Lokshina

Die Glocke: „Der Film mit dem Titel „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ ist keine leichte Kost.

Kirche und Leben: „Brandaktuelle Kapitalismuskritik.“

Artechok: „Der Film fragt auch danach, wer etwas ändern muss: Die Gesell­schaft, der Konsument, die Politik oder auch die Unter­nehmen.“

Melodie und Rhythmus: „Die >weissen Nigger< der Schlachthöfe“

Saarbrücker Zeitung: „Von der ersten Minute an ist klar: Mit einem guten Gewissen wird keiner den Kinosaal verlassen – und das ist gut so.“

SWR2: Interview Yulia Lokshina

NDR„Film über osteuropäische Schlachthelfer geht unter die Haut“

FILMLÖWIN: „Besonders eindrucksvoll wirkt der Film durch seine Zurückhaltung. Es geht ihm nicht um die Emotionalisierung von Einzelschicksalen, sondern eine umfassende Kritik der Verhältnisse.“
„Yulia Lokshina nimmt die Zuschauer:innen mit in die Verantwortung und verleiht ihrem Dokumentarfilm eine nachhaltige Wirkung, die über die Spielzeit von 92 Minuten hinaus geht.“

FILMDIENST: „Höhepunkt auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis“
„Zwei Wirklichkeiten zwischen Migration und Komfortzone”

DRAN: „Der Zuschauer bekommt einen Einblick davon, wie der Alltag von Leiharbeitern aussieht. Schockiert bleibe ich zurück und frage mich, was ich als einzelne Konsumentin noch tun kann, außer wie bisher kein Billigfleisch zu kaufen.“

GALORE: „Der Dokumentarfilm kommt dabei insofern wenig didaktisch daher, als viel gezeigt, aberwenig erklärt wird. Die Botschaft ist gerade deshalb umso stärker: Wo der Preis jede Entscheidung bedingt, verliert zwangsläufig alles andere an Wert.“

Presse/KinobetreiberInnen

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Presseanfragen

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Filmpreise/Festivals

2020

Megaherz Student Award – DOK.fest MÜNCHEN

41. Filmfestival Max-Ophüls-Preis – Gewinner Bester Dokumentarfilm
11. Kirchliches Filmfestival Recklinghausen
30. Filmkunstfest Mecklenburg Vorpommern
17. Neisse Filmfestival

RegisseurIn

Biografie Yulia Lokshina

Yulia Lokshina ist 1986 in Moskau geboren. 2011 nimmt sie ihr Studium der Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München auf, während dem sie u.a. die kurzen Dokumentarfilme „Tage der Jugend“ und „After War“ realisiert. Im Rahmen ihrer Arbeit am Forum Internationale Wissenschaft Bonn entstehen parallel audiovisuelle Projekte an der Schnittstelle von Film und Wissenschaft sowie Vorträge und Publikationen zum Dokumentarischen. „Tage der Jugend“ (2016) verfolgt das Leben eines militär- patriotischen Jugendlagers an der russischen Fernost-Peripherie und untersucht das Verhältnis von Patriotismus und Jugenderziehung. Er wurde 2016 auf der Duisburger Filmwoche uraufgeführt und 2017 mit dem Starter Filmpreis der Stadt München ausgezeichnet. „After War“ (2017) befasst sich mit den Spätfolgen des Vietnamkriegs und begleitet US Veteranen, die heute am Ort ihrer früheren Einsätze leben. Für die experimentelle Videoarbeit „Subjektive Hill“ erhält sie 2018 zusammen mit der Künstlerin Angela Stiegler das Medienkunststipendium der Kirch Stiftung sowie den Videodox Förderpreis 2019. „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“ ist ihr Diplomfilm an der HFF München.

Regiekommentar Yulia Lokshina: Der Film beginnt mit der Geschichte eines polnischen Arbeiters, der in einem deutschen Fleischwerk unter unklaren Umständen in eine Maschine gezogen worden und ums Leben gekommen ist. Die wenigen rekonstruierbaren Einzelteile dieses Falls werden wiederholt von der Frage umklammert, ob man sich erinnern könne. Natürlich kann man das nicht, denn es ist nur ein Fall unter vielen. Der Prolog versucht auf eine Perspektive hinzuweisen, mit der wir eine Struktur betrachten können, die immer aus Einzelfällen besteht und doch ein System bildet.

Wann ist etwas als Unfall zu bezeichnen? Und kann jemand für einen Unfall zur Verantwortung gezogen werden? Die Nacherzählung dieses Falls geht auch der Frage nach, wie wir über etwas sprechen – wie unsere Sprache das Leben einordnet und strukturiert.

Der Film wendet sich Leuten zu, die keine Sprache haben. Nicht im eigentlichen Sinne, denn sie können natürlich kommunizieren, aber sie kennen nicht die Sprache der Verträge und Fußnoten, die für eine begrenzte Zeit ihr Leben am Fließband regelt. Das Band, das immer schneller läuft und wie ein sich teilender Zellorganismus immer weiter Material nachliefert, auch wenn die Hände nicht hinterher kommen. Die Begrenzung der Zeit ist sowohl eine Erlösung, denn nur so ist diese (Arbeits-)Zeit zu ertragen als auch ein Übel. Die LeiharbeiterInnen haben keine Zeit und keine Sprache, in der sie sich organisieren, in der sie sich untereinander solidarisch erklären können.

Wir, Danebenstehende, Daraufschauende, haben eine Sprache, aber wir wissen auch nicht genau wohin.

Und so reden wir und vergessen, rechtfertigen und schämen uns, nehmen Abstand von der Sache, rufen zum Aufstand auf, reden weiter und vergessen wieder, mit der Zeit. An vielen Stellen geht es in dem Film um das nicht im Blick stehende, das in Vergessenheit Geratene: versteckte Waldcampingplätze, vergessene Arbeitsunfälle, die gedehnte Zeit auf dem Nachhauseweg in der Nacht; um Lehrer, die an Protest glauben und Jugendliche, die nicht rebellieren wollen. Um die unsichtbare Ausbeutung und vage Hilflosigkeit gegenüber globaler Wirtschaft und persönlichem Alltag. Aber auch um das diffuse Feld, das sich zwischen den Leidtragenden und den Verantwortlichen befindet. Das Feld, in dem wir uns mit all unseren Illusionen und unserer Naivität selbst verorten. Dieser Raum entsteht im Film zwischen zwei Erzählsträngen, die sich umkreisen und gegenseitig kommentieren, zwischen Bild und Musik, die das Fleisch der Erzählung in Fragmente zerteilen und neu vernähen.

Cast&Crew

STAB

Buch und Regie: Yulia Lokshina
Kamera: Zeno Legner, Lilli Pongratz
Montage: Urte Alfs, Yulia Lokshina
Ton: Yulia Lokshina
Sounddesign: Andrew Mottl
Geräusche: Melanie Jilg, Cornelia Böhm
Tonmischung: Christoph Merkele
Farbkorrektur: Andi Lautil
Produzenten: Isabelle Bertolone, Marius Ehlayil (wirFILM)
Herstellungsleitung HFF: Christine Haupt
Projektleitung HFF: Prof. Karin Jurschick, Prof. Tom Fährmann
Produktion: wirFILM in Zusammenarbeit mit HFF München
Förderung: FFF Bayern (Abschlussfilm-Förderung)

PROTAGONISTEN

Inge Bultschnieder
Peter Kossen

Alexander Klessinger
Und Leiharbeiter*innen, die wir nicht namentlich nennen möchten, um sie zu schützen.

Filmdaten

Titel: Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit
Land/Jahr: Deutschland / 2020
Drehorte: Deutschland
Laufzeit: 92 Min.
Vorführformat: DCP ( andere auf Anfrage)
Aspect Ratio: 1.66
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Rumänisch, Polnisch, Russisch
Sprachfassung: OmU/ deutsche UTs
FSK: 12
Kinostart: 22.10.2020

 

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Die 32-jährige Petrunya hat Geschichte studiert und lebt bei ihren Eltern in einer Kleinstadt in Mazedonien. Als Historikerin sind ihre beruflichen Aussichten schlecht. Deswegen zwingt ihre Mutter sie zur Arbeitssuche, zu der dubiose Treffen mit abstoßenden Arbeitgebern gehören. Als einer dieser potenziellen Chefs Petrunya nach dem Vorstellungsgespräch sagt, dass sie zu alt und hässlich sei und mit ihrem Geschichtsstudium nicht einmal als Näherin tauge, lässt sie anschließend ihrem Frust freien Lauf. Zufällig trifft sie auf eine Prozession, die zum Fluss führt. Es ist Dreikönigstag, und traditionell wirft an diesem Tag der Priester bei der Großen Wasserweihe ein gesegnetes Kreuz in das Wasser. Junge Männer springen in die eisigen Fluten, um danach zu tauchen. Glück, Freude und Wohlstand sind dem garantiert, der es zurückbringt. Doch dieses Mal springt auch Petrunya in den Fluss – und taucht mit dem Kreuz in der Hand auf. Die Hölle bricht los, und ihre Heldentat gilt als waschechter Skandal. Aber Petrunya hält das Kreuz fest. Sie hat es gewonnen und wird es nicht aufgeben.

Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste
18.04. 2021
Dortmund
Weltsichten

Weitere Termine folgen!

Schirmherrin: Staatsministerin Frau Angela Dorn

Brigitte Woman: “… bringt Petrunya mit ihrer stoischen Kraft die männlichen Autoritäten aus der Fassung. „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ heißt der preisgekrönte Film aus Maze­donien. Eine herrliche Realsatire und ein starker feministischer Appell.”

epd Film: „der Film ist eine wütende Konfrontation: mit verkrusteten, patriarchalen Strukturen in einer Gesellschaft, die »wie im Mittelalter« lebt, wie es die Reporterin Slavica (Labina Mitevska) einmal beschreibt; mit der Ungleichheit von Mann und Frau und mit den Problemen eines nicht säkularen Staates.“

„Zorica Nusheva ist sagenhaft in ihrer ersten Filmrolle und in jeder Sekunde einnehmend. Sie erdet den Film, …  Sie ist die Heldin, die nicht heroisiert wird, sondern einfach für sich einsteht. Für ihre Rechte und vielleicht auch für ein Jahr Glück, wie es dem Glauben nach dem Fänger des Kreuzes bevorsteht.“

Filmstarts.de: „Eine bitterböse Abrechnung mit dem Patriarchat und ein kraftvolles Plädoyer für ein wenig mehr Widerspenstigkeit.“

Filmdienst.de: „Feministisch-burleske Komödie um eine arbeitslose Historikerin aus Nordmazedonien, die sich gegen die ehernen Traditionen auflehnt und mit Charme und Chuzpe umwertet.“

„Die patriarchalen Gesellschaftsordnung (..) zu durchkreuzen hat sich die mazedonische Regisseurin Teona Strugar Mitevska vorgenommen, und es gelingt ihr mit ebenso viel Charme wie Schlagfertigkeit.“

„Über eine burleske Inszenierungsweise gelingt es Mitevska, die anhaltende Diskriminierung von Frauen zu thematisieren, ohne ihren Humor einzubüßen. Die dramatischen Übertreibungen lassen ihre Gesellschaftskritik dabei nur noch bissiger werden.“

„Mit der ebenso mutigen wie verletzlichen Petrunya hat die Regisseurin eine filmische Galionsfigur für die weibliche Emanzipation geschaffen, die man sofort ins Herz schließt. Ohne Bitterkeit, aber mit der nötigen Schärfe gelingt ihr eine temporeiche Komödie, die sich, ohne auf Klischees zurückzugreifen, mit den patriarchalen Effekten der monotheistischen Religion auseinandersetzt.

Im grotesken Kampf um das kleine Holzkreuz werden nicht nur Geschlechterverhältnisse verhandelt, sondern auch die Frage, welchen Stellenwert das Symbolische für eine Gesellschaft einnimmt.“

Kino-Zeit.de: “Petrunija – exzellent gespielt von Zorica Nusheva“

„Angesiedelt an einem einzigen Tages fokussiert Teona Strugar Mitevska in ihrem Spielfilm, der zwischen Tragikomödie und Satire angesiedelt ist, die Probleme und Rückständigkeiten der mazedonischen Gesellschaft wie unter einem Brennglas und prangert Misogynie, Obrigkeitshörigkeit und die unheilige Allianz zwischen Staat und Kirche schonungslos an. Doch es gibt Hoffnung, wie ihr Film zeigt.

God Exists, Her Name Is Petrunija hat das Zeug, zum Publikumsliebling bei der diesjährigen Berlinale zu werden.

„(Dennoch) hat der Film etwas geschafft, was bislang mit Ausnahme von Nora Fingscheidts Systemsprenger noch kein Film hier geschafft hat: Er hat sein Publikum begeistert.“

Programmkino.de: „einer der stärksten Filme der letzten Berlinale“

„ein satirischer Film über Religion, Machismo und die Rolle der Frau.“

„Petrunya – überzeugend gespielt von der Laiendarstellerin Zorica Nusheva in ihrem ersten Film“

„einfach macht es sich Mitevska nicht. Statt einen grotesken, sarkastischen Ton anzuschlagen, kein gutes Haar an der Kirche und dem Patriarchat zu lassen, beschreibt sie differenziert und ambivalent eine Gesellschaft, die noch keinen rechten Weg gefunden hat, ihre langen Tradition mit der Moderne zu versöhnen und deren Staus Quo nun von einer ebenso mutigen wie willensstarken Frau auf die Probe gestellt wird.“

Focus.de: “Das feministische Drama aus Mazedonien schlug auf der diesjährigen Berlinale hohe Wellen.”

TAZ: „Das Glück liegt im Eiswasser“

Missy Magazine: „packendes Kammerspiel“

„Zorica Nusheva verleiht der Heldin eine vibrierende Wucht, ohne sie überlebensgroß wirken zu lassen – verletzlich und unbezwingbar zugleich.“

Käthe Infektiös Queer View: “Wenn sich alles vermeintlich nur um ein kleines Kreuz dreht, und doch die ganze patriarchale Welt aus den Fugen fliegt. Dann erleben wir einen feministischen, drehbuchtauglichen und cineastischen Dreiklang, wie er selbst im Frauenpowerkino anno 2019 seinesgleichen sucht.”

“Spannend, allegorisch, sinnesberauschend.”

NZZ: „Teona Strugar Mitevskas gallige Satire „God Exists, Her Name is Petrunya“ ist eine Anklage gegen traditionelle Rollenmuster und männliche Gewalt – und das Fest einer starken Hauptfigur, die sich aus einer Übersprungshandlung heraus mit Intelligenz und Eigensinn ihr Recht ertrotzt.“

NZZ am Sonntag: Eine Frau zerlegt religiöse Rituale.”

Filmloewin: „Regisseurin Teona Strugar Mitevska inszeniert ihre Hauptfigur von Anfang an als feministische Heldin, die sich selbstbewusst gegen traditionelle Rollenvorstellungen durchsetzt. Auch wenn sie bei der Jobsuche scheitert und immer wieder immens verletzender Kritik ihres Körpers ausgesetzt ist, wirkt Petrunya nie wie ein Opfer, sondern immer wie eine Kämpferin. Auf filmästhetischer Ebene entfaltet sie in Close Ups und als Zentrum symmetrischer Bildkompositionen große Präsenz und Stärke.“

„Regisseurin Teona Strugar Mitevska jedoch nicht verbissen, sondern entwickelt aus der Absurdität sexistischer Strukturen geschickt einen bissigen, leicht satirischen Humor.“

„Die wahre Stärke von God Exists, Her Name Is Petrunya ist nicht die Holzhammer-Aufklärung über Frauen*rechte, sondern die beeindruckende Hauptfigur. Petrunya bleibt trotz ihrer Entschiedenheit stets menschlich. „

„Es ist eine große Stärke von Teona Strugar Mitevskas Konzept, dass ihr Film dem durch Slavica formulierten Anspruch an Geschlechtergerechtigkeit in seiner Figurenkonstellation auch selbst entspricht und auf sexistische Zuordnungen verzichtet. Genauso wie es Frauen* gibt, die Petrunya in den Rücken fallen, gibt es auch Männer*, die sie unterstützen. Damit bietet God Exists, Her Name Is Petrunya nicht nur eine emanzipatorisch wertvolle Heldin, sondern auch positive männliche* Identifikationsfiguren. Feminismus, das macht Teona Strugar Mitevska hier sehr deutlich, ist eben kein „Frauen*Thema“.

Tagesspiegel: Endlich! „Es wurde höchste Zeit für einen Film von dieser Wucht. Danach lauter merkwürdig gelöste Gesichter voll stiller Freude. Und das an einem verregneten Sonntag Morgen“.

Tip Berlin: “… dann beginnt Mitevska das Porträt einer Gesellschaft zu entwickeln, die wesentich ambivalenter ist , als sie auf den ersten Blick wirkt.”

Berliner Zeitung: „Der Film hat Humor“

Maximum Cinema Filmmagazin: “Zorica Nusheva und Labina Mitevska (in der Rolle der unermüdlichen Journalistin Slavica) übertrumpfen sich gegenseitig in ihrer vom Menschenverstand geleiteten badness gegen die patriarchalischen Wirkkräfte ihres Staates, dass man in seinem Kinosessel kaum stillsitzen kann, ohne ihrem Herz und Mut lautstark zuzujubeln.”

Ökomenischer Rat der Kirche: “Bei der Bekanntgabe der Preisträger beschrieb die Jury-Präsidentin Anna Grebe den Gewinner „God Exists, Her Name Is Petrunya“ („Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija“) von Teona Struga Mitevska aus Nordmazedonien als ein „zeitgenössisches Gleichnis“, das eine „wagemutige Schilderung der Verwandlung einer entmachteten jungen Frau in eine unverblümte Verteidigerin der Rechte der Frau“ sei.”

evangelisch.de: “Ökumenische Jury ehrt Film über Frauenrechte auf der Berlinale“ Begründung der Jury: “wagemutige Schilderung der Verwandlung einer entmachteten jungen Frau in eine unverblümte Verteidigerin der Rechte der Frau…”

Filmstarts: „Am Ende steht kein großer Sieg, keine umstürzlerische Rebellion, kein Schritt zu einer besseren Welt. Stattdessen feiert Petrunya einen kleinen Triumph ganz für sich selbst, ohne dass es wirklich jemand mitbekommt. Außer dem Zuschauer im Kino natürlich, der so doch erstaunlich hoffnungsvoll aus dem dunklen Saal entlassen wird.“

Junge Welt: “Das IFFF… traf kurz vo den Osterfeiertagen den Nerv der Zeit, als dort die anitiklerikale Gesellschaftskomödie „God exists, her Name is Petrunya“ … mit dem Hauptpreis bedacht wurde.”

Der andere Film: “Im Grunde erzählt der Film die Parabel des weltumspannenden Phänomens des Frauenhasses, welcher die Forderung nach Gleichberechtigung bereits als Kriegserklärung versteht, die mit Waffen bekämpft werden muss.”

Cineeuropa: “Lensed by prolific DoP Virginie Saint-Martin and edited by Marie-Hélène Dozo, the movie has a certain punk quality to it.”

“The film is a universal story about a woman who tries to fight against the system“ Labina Mitevska • Actress in and producer of God Exists, Her Name is Petrunya

Variety: “The film’s visual style is unmistakably Balkan, playing on clean, artfully composed shots carrying a hint of irony occasionally mixed with nervous camerawork, especially in scenes with the threatening mob of testosterone-charged men.“

Screendaily: „Indeed, this isn’t just an engaging tale of one woman challenging the male-dominated church and state, but a movie making a smart, impassioned statement against widely accepted subjugation in many forms.“

“Petrunya is careful to maintain the ideal balance, parodying the ridiculous response to its protagonist but never downplaying its realism“

Cine-vue: „With God Exists, Her Name Is Petrunya, Mitevska has fashioned yet another bleak satire about Hegemonic masculinity in the Balkans.

The Upcoming: „I have so much in common with this character; we all do“ Actress Zorica Nusheva

In their own league: „Zorica Nusheva, who makes her feature film debut, after her extensive experience in theatre…“

„Her nuanced turn as the long-suffering yet resiliently headstrong Petrunya speaks volumes…“

bzw-weiterdenken: “Selten hat mich ein Film so fasziniert wie die Geschichte von Petrunya”

In München: „…der Berlinale-Publikumshit… in dem eine kecke Nordmazedonierin gedankenlos in eine Männerdomäne einbricht.“

Choices: „Regisseurin Teona Strugar Mitevska liefert das Porträt einer betörend dickschädeligen Frau, die unbeirrbar ihr Recht auf Würde einfordert, und nimmt satirisch die Reaktionen einer patriarchal geprägten Gesellschaft aufs Korn. Der Stoff, aus dem Heldinnen sind!“

Journal Frankfurt: „Eine spitzfindige Entlarvung von Männlichkeitswahn und religiösem Fanatismus findet statt bei Teona Struva Mitevskas Festivalliebling, allerdings derart hintergründig, man muss erst mal danach suchen.“

Zitty: „Klar scheinen die Fronten, die Moral, das Recht verteilt, doch dann beginnt Mitevska das Porträt einer Gesellschaft zu entwickeln, die wesentlich ambivalenter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint.“

„…der Film beklagt natürlich die verknöcherten Strukturen, die patriarchalische Tradition, vertritt  dabei aber niemals allzu einfach wirkende Positionen.“

Emma: „God exists, Her Name is Petrunya“ ist eine Real-Satire über die Männerherrschaft in Mazedonien. Und er ist eine der Perlen des diesjährigen Filmfestivals „FrauenWelten“ von Terre des Femmes in Tübingen.”

Cinema: „Leise und eindringlich: ein Pamphlet gegen archaische Rituale und männliche Vorherrschaft“

Filmecho: „…es gelingt der Regisseurin mit ihrer, der Protagonistin zugewandten Inszenierung, sowie der sensiblen Interpretation durch Zorica Nusheva, Empathie zu wecken.“

„eine bissige Satire, die wieder einmal deutlich macht, dass wir technisch zwar in der Gegenwart, emotional aber immer noch in der Steinzeit leben.“

Indiekino: „Regisseurin Teona Strugar Mitevska erzählt in ihrer feministischen Posse mit Sinn fürs Absurde und einem sehr, sehr trockenen Humor.“

„Der Berlinale-Wettbewerbsbeitrag stochert im Verhältnis von Religion und Demokratie in Mazedonien und fördert dabei waschkörbeweise toxische Männlichkeit zutage.“

Player: „Ihr Film geht die zutiefst ungerechten Geschlechterverhältnisse in Nord Mazedonien vehement an.“

Verdi.Publik: „Geschickt inszeniert Regisseurin Mitevskas ihren Spielfilm zwischen Tragikomödie und Satire. Ihr Glanzstück über Religion und Machismo avancierte zu recht zum Publikumsliebling der vergangenen BERLINALE.“

Evangelische Stimmen: „Mit „Gott existiert, Ihr Name ist Petrunya“ kommt ein bemerkenswerter Film aus einem der kleinsten Länder Europas ins Kino.“

„Bemerkenswert ist er wegen seiner großartigen Filmsprache, denn fast jede Einstellung ist ein ästhetischer Genuss. Bemerkenswert ist der Film aber vor allem

wegen eines seiner Themen: Wie lässt sich von Gott reden, ohne ihn (oder sie) herbeizuzitieren? 100 Minuten große Kunst.“

„Dass sie sich gegen die Autorität der Kirche, der Polizei und auch ihrer Mutter auflehnt, steht dabei gar nicht mal im Vordergrund. Und gerade das macht den Film so wunderbar leicht und moralbefreit.“

„…der wunderbaren Zorico Nusheva…“

„Ganz großes Kino in einem kammerspielartig inszenierten Film.“

BR Kino Kino „… die böse, kluge und ehrliche Tragikomödie GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA: großartiger Titel, großartiger Film!“

RBB Das Magazin: „ein Film, der uns schon bei der BERLINALE begeisterte“

„PETRUNYA ist mitreißendes Kino, ein Film der Mut macht , bei Gott, nicht nur für Frauen“

Deutschlandfunk „Tag für Tag“: „…dieser Spielfilm ist eine universell verständliche Satire über Macht und Tradition, über Bigotterie, institutionalisierte Frauenfeindlichkeit und die Herrschaft von Männern über Medien, Kirche und Staatsgewalt.„

Critic.de: „eine bittere Satire über den patriarchalen Filz im Mazedonien“

Jury Frauenfilmfest Dortmund: „eine beißende und berührende Satire über eine Gesellschaft voller patriarchaler Stereotypen und fatalem Opportunismus.“

kinokino: „Großartiger Titel, großartiger Film“

Darmstädter Echo: „Regisseurin Teona Strugar Mitevska feiert ihre Titelheldin als Heilige Jungfrau der Selbstermächtigung wider die patriarchalen Traditionen. Recht so: Manchmal müssen Frauen eben einfach ins kalte Wasser springen.“

Münchner Merkur: „GOTT EXISTIERT“ ist kein lauter, schneller Film. Mitevska lässt sich Zeit, genießt jede Einstellung wie ein Maler sein vollendetes Werk. Die Botschaft allerdings ist unüberhörbar.“ 4/5 Sterne

SZ Extra: „… Petrunya, die mit Witz und widerspenstiger Bauernschläue von der Laiendarstellerin Zorica Nusheva verkörpert wird. Basierend auf realen Ereignissen ist der Spielfilm von Teona Strugar Mitevska eine subversive Lektion in Gleichberechtigung und Emanzipation, die in den Balkanländern ein bisschen Anschub gebrauchen kann.“

Spielfilm.de: “Petrunya zählt zweifelsfrei zu den mutigsten, selbstbewusstesten und wider-spenstigsten Titelheldinnen im europäischen Kino seit langer Zeit.”

Freitag.de: „Die Story des mazedonischen Wettbewerbs-Beitrags „God exists, her name is Petrunya“ (Original-Titel: „Gospod postoi, imeto i‘ e Petrunija“) ist so skurril, dass ich sie auf den ersten Blick für einen witzigen, feministischen Einfall der Regisseurin und Drehbuchautorin Teona Strugar Matevska hielt“

Lux Filmprize Gewinner 2019

Berlinale 2019/Wettbewerb

– Preis der Ökumenischen Jury

– Gilde Filmpreis

Fünf Seen Filmpreis

Open Air Film Festival in Tirana 2019/Bester Film und Beste Schauspielerin

Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/HauptpreisFünf Seen Filmfestival/Hauptpreis

EFA – Auswahl Europäischer Filmpreis 2019

Nominiert für Europäischer Universitäts-Preis (EUFA)

Open-Air Filmfestival in Tirana 2019/Bester Film und Beste Schauspielerin

Filmfestival Osnabrück Focus Europa

EUROASIA FILM FESTIVAL, Nur-Sultan, KAZAKHSTAN/Bestes Drehbuch

66th PULA FILM FESTIVAL, Kroatien/Beste Regie

MOTOVUN FILM FESTIVALFIPRESCI AWARD

Montenegro International Filmfestival/Bester Film

International Filmfestival East & West, Russland/Beste Schauspielerin Zorica Nusehva

Internationales Frauen Filmfestival Salé, Marrokko

– Her Film Award, (von UNESCO)

– Beste Schauspielerin Zorica Nusehva

– Sonderpreis der Jury

Internationles Filmfestival Leskovac, Serbien (LIFFE)

– Beste Regie

– Beste Schauspielerin Zorica Nusheva

FESTIVALS 2019

Nürnberg Internationales Menschenrechts Filmfestival

Filmfest FrauenWelten 2019 Terres des Femmes

Osteuropäische Filmtage, Eröffnungsfilm, Dresden

Film Fest Frauenwelten Terres des Femmes

BIMOVIE – Frauenfilmwoche München

Filme ohne Grenzen, Berlin

GoEast Filmfestival Wiesbaden/Eröffnungsfilm

Istanbul International Film Festival

Moscow International Film Festival

Tirana Film Festival

Macedonian Film Festival in Copenhagen

Molodist Film Festival in Kiev

Transilvania International Film Festival, Romania

Sydney Film Festival

Art Film Fest, Slovakia

Edinburgh International Film Festival

Eurasia Film Festival, Kazakhstan

Pula Film Festival, Croatia

Brussels International Film Festival – Internationaler Wettbewerb

Golden Apricot Yerevan IFF, Armenia – Internationaler Wettbewerb

Motovun Film Festival, Croatia

Seoul International Women’s Film Festival

Zuger Filmtage, Schweiz

Internatiolales Adana Golden Boll Festival, Türkei

Reykjavik International Film Festival

Avalik Film Festival, Türkei

Macedonian Cinema Film Festival Tage, Australien,

Debalie, Amsterdam

China Womans Filmfestival

Thessaloniki International Filmfestival

Dharsalam Internationes Film Festival, Indien

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Tel. 069-805 32273
info@jip-film.de

DARSTELLER/ INNEN: Zorica Nusheva – Petrunya
Labina Mitevska – Journalistin Slavica
Simeon Moni Damevski – Chefinspektor Milan
Suad Begovski – Priester Stefan Vujisic – junger Offizier
Violeta Shapkovska – Mutter Vaska
Xhevdet Jashari – Kameramann
CREW: Regie: Teona Strugar Mitevska
 Drehbuch: Elma Tataragić & Teona Strugar Mitevska 
 Produzenten: Labina Mitevska (Sisters and Brother Mitevski) 
 Koproduzenten: Sébastien Delloye (Entre Chien et Loup), 
 Danijel Hočevar (Vertigo), Zdenka Gold (Spiritus Movens), Marie Dubas (Deuxième Ligne Films), Elie Meirovitz (EZ Films) 
 Kamera: Virginie Saint-Martin (AFC)
 Schnitt: Marie-Hélène Dozo 
 Musik: Olivier Samouillan

Mit der Unterstützung von: Macedonian Film Agency – Eurimages – Centre du Cinéma et de l’Audiovisuel de la Fédération Wallonie-Bruxelles – Aide aux cinémas du monde – Centre National de la Cinématographie et de l’Image Animée – Institut Français – Croatian Audiovisual Centre – Slovenian Film Centre – Casa Kafka Pictures Movie Tax Shelter empowered by Belfius  –  Belgian Federal Government’s Tax Shelter – Digital District – FS Viba film

International Sales: Pyramide International
Verleih: jip film & verleih

Biografie
 Regisseurin Teona

Strugar Mitevska wurde 1974 in Skopje, Mazedonien, in eine Künstlerfamilie geboren. Schon als Kind trat sie als Schauspielerin auf, später studierte sie Malerei und Grafikdesign und absolvierte danach das Master of Fine Arts Program Film an der Tisch School of Arts in New York. Ihr Debütkurzfilm VETA gewann einen Jurypreis bei der Berlinale 2002. Seitdem ist sie mit ihren Langspielfilmen regelmäßig auf Festivals zu Gast.

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Filmografie
 – 2001 Veta ( Kurzfilm)
  • 2004 How I killed a Saint
  • 2009 I am of Titov Veles
  • 2012 The woman who brushed off her tears
  • 2017 When the Day had no Name
  • 2019 God Exists, Her Name Is Petrunya

Ko- Drehbuchautorin: Elma Tataragic

Elma Tataragic studierte Dramaturgie an der Sarajevo Academy of Performing Arts und erwarb ihren Master of Science und PhD in Film und Literatur. Seit 1995 ist sie beim Sarajevo Film Festival, wo sie heute als Selektorin für das Wettbewerbsprogramm arbeitet. Sie war Co-Autorin des Kurzfilms First Death Experience und schrieb und produzierte den Kurzfilm North Went Mad. Sie hat den Spielfilm „Schnee“ produziert und mitverfasst, der in Cannes 2008 – Critic’s Week gezeigt wurde, wo der Film den Grand Prix gewann. Sie ist Generalsekretärin und Mitglied der Filmmakers Association of BiH. Sie unterrichtet Drehbuchschreiben an der Sarajevo Academy of Performing Arts. Sie ist Mitglied der European Film Academy. Sie hat ein Buch über Drehbuchschreiben veröffentlicht und arbeitet auch als Drehbuchautorin für Eurimages sowie als Beraterin der European Film Academy.

 

Filmography
2004 // KAKO UBIV SVETEC / HOW I KILLED A SAINT
2007 // JAS SUM OD TITOV VELES / I AM FROM TITOV VELES
2012 // THE WOMAN WHO BRUSHED OFF HER TEARS
2016 // WHEN THE DAY HAD NO NAME
2019 // GOSPOD POSTOI, IMETO I’ E PETRUNIJA / GOD EXISTS, HER NAME IS PETRUNYA

 

Woher kommt diese Geschichte?

Jeden 19. Januar zum Dreikönigsfest findet das Werfen des Kreuzes in fast der gesamten orthodoxen Welt Osteuropas statt, das heißt: Bulgarien, Russland, Rumänien, Serbien, Mazedonien. Im Jahr 2014 fing eine Frau das Kreuz in der ostmazedonischen Stadt Stip. Ihre Tat wurde als Empörung der lokalen Bevölkerung und der religiösen Behörden gewertet. Tatsächlich ist es Frauen nicht erlaubt, an der Veranstaltung teilzunehmen. Folglich versuchten sie, ihr das Kreuz wegzunehmen, aber sie wollte nicht nachgeben. Am nächsten Tag gab sie ein Interview mit dem lokalen Sender und ermutigte mehr Frauen, in Zukunft zum Kreuz zu springen. Sie wurde von der Bevölkerung als “verrückte”, “gestörte”, “unruhige” junge Frau bezeichnet.

Für mich und meine Produzentin Labina Mitevska zeigten diese Reaktionen einen natürlichen Reflex des sozialen Konformismus; sie zeigten auch die Misogynie, die von den tief verkrusteten patriarchalischen Normen in unserer Gesellschaft getragen wird. Es war frustrierend und aufreizend. Die Geschichte der Petrunya entstand aus dieser Frustration, wir mussten reagieren.

Hast du das Gefühl, dass du einen feministischen Film gemacht hast? 

Alle patriarchalischen Gesellschaften sind so konstruiert, dass sie die männliche Herrschaft unterstützen, bei der der Status der Frau und der soziale Raum vom Mann bestimmt werden, so dass jedes Mal, wenn eine Geschichte über oder um das sogenannte “zweite Geschlecht” erzählt wird, es sich zwangsläufig um einen feministischen Film handelt. Jeder Film mit weiblichem Charakter in der Hauptrolle oder nicht, der das Thema behandelt, indem er nicht den Traditionen entspricht, ist ein feministischer Film.

Es ist für mich schwierig, mir vorzustellen, eine Frau zu sein und keine Feministin. Feminismus ist keine Krankheit oder etwas, wovor man Angst haben muss. Gleichheit, Gerechtigkeit und Gleichheit für alle stehen im Vordergrund ihrer Ideologie.

 

Könnte man den Film als den Kampf der Tradition gegen die Moderne betrachten?

Stellen Sie sich vor, die Tradition wäre ein Beutel mit Salz (Salz ist für das menschliche Leben unerlässlich), der durch einen großen, tiefen, starken Wasserstrom getragen wird, der in dieser Konstellation die Moderne repräsentiert? Was würde passieren? Das Salz würde schmelzen und die Person würde ertrinken, und was dann?

Wenn diese Geschichte in einem Büro passieren würde und es darum geht, die Glasdecke zu durchbrechen, wären die Dinge offensichtlicher, aber wenn man sie in eine traditionelle Umgebung, eine kleine mazedonische Stadt, stellt, werden die Dinge komplexer. Petrunya, als Symbol der Moderne, steht nicht nur einem, sondern zwei Einrichtungen entgegen, der Kirche und dem Staat. Sie ist machtlos gegenüber beiden, aber hoffentlich ist die Bildung ihre Rettung.

Ich habe keine Antwort darauf, wie man Tradition und Moderne in Einklang bringt, und auch nicht darauf, was der Ort der Tradition in der Zukunft ist. Was mich beunruhigt, ist die Frage, wie die Tradition moduliert werden kann, um beispielsweise das zweite Geschlecht auf einer gleichberechtigten Ebene mit einzubeziehen?

Petrunya wirkt zu Beginn des Films schwach und harmlos, aber sie erweist sich als immer stärker, solange der Film voranschreitet und das ganze Dorf sich gegen sie stellt. Wo findet sie diese Energie?

Ich habe immer an die Idee der universellen Wahrheit geglaubt, das Ideal als etwas, nach dem alle Menschen bewusst oder unbewusst streben. Die Umstände von Ort und Umgebung, sozial oder kulturell, in denen wir geboren und aufgewachsen sind, informieren uns, definieren uns aber nicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass Frauen von Natur aus empfindlicher auf Ungerechtigkeit reagieren, vielleicht, weil wir in eine ungerechte und ungleiche Welt geboren wurden. Schon in jungen Jahren waren wir gezwungen, uns selbst, unsere Existenz, unseren Zweck und unsere Rolle zu rechtfertigen. Frauen befinden sich in einem ständigen Modus der Veränderung, und die Veränderung führt zu unbegrenzter Transzendenz, der Notwendigkeit, besser zu werden und es besser zu machen. Ich bin nicht die Erste oder Letzte, die das sagt, Simone de Beauvoir hat es bereits getan.

Ich sage nicht, dass Petrunya sich all dessen bewusst ist, aber als Mitglied der längsten und am meisten verfolgten Mehrheit in der Geschichte der Menschheit ist sie es sicherlich unbewusst. So transzendiert sie durch die Geschichte, durch die Hindernisse, die ihr in den Weg gelegt werden, auf ihrer Suche nach Gerechtigkeit. Ja, sie ist anfangs schwach oder ruhig, wie ich sie lieber definieren würde, und das war ein großes Gespräch mit Elma Tataragić (meine KoAutorin): Sollte Petrunya eine starke Figur als Slavica sein, die Journalistin ist, oder sollte sie sich im Laufe der Geschichte verändern? Wir haben uns für die zweite entschieden, weil die Veränderung positiv ist. Sicher ist, dass es ihre Situation ist, die sie dazu bringt, die Wahrheit zu suchen, und es ist dieses Bedürfnis nach Gerechtigkeit, das ihr letztendlich die Kraft gibt, aus ihren bescheidenen Anfängen zu dem zu werden, was sie wirklich ist – eine Frau in ihrem eigenen Recht und eine Kraft für Veränderungen.

 

Slavica, die Journalistin, ist eine weitere starke Figur in Ihrem Film…. Wie beziehen Sie sie mit Petrunya?

Ich war in einem früheren Leben Journalistin, und ich habe den Verdacht, dass Labina (meine Produzentin, die auch die Rolle der Slavica spielt) mich inspiriert hat, als sie an ihrer Figur arbeitete. Unnötig zu sagen, dass ich den größten Teil meines Lebens eine Hexe, eine aufdringliche und arrogante Schlampe genannt wurde. Noch heute ist es sehr schwierig, als starke Frau auf dem Balkan zu funktionieren. Wenn ja, wirst du sofort als aggressiv wahrgenommen.

Beim kreieren von Slavica war meine Hauptidee die Solidarität, die Schwesternschaft zwischen den beiden Frauen, Petrunya und ihr. Es gibt so viele Möglichkeiten, das Thema Veränderung anzugehen, wie es verschiedene Charaktere gibt, aber es gibt nur einen Weg, um diese Veränderung zu erreichen, und zwar durch das gemeinsame Stehen. Und hier kommt das gute alte Dilemma zwischen individualistischem und sozialem Feminismus. Ich weiß, dass viele Menschen ein Problem mit der #Me Too-Bewegung haben, vor allem mit dem Mangel an Ideologie dahinter, aber was wir definitiv daraus gelernt haben, ist, dass, wenn die Idee Teil einer geeinten Front wird, Veränderungen möglich sind und SOLIDARITÄT der Schlüssel wird.

Erzählen Sie uns von der gewalttätigen Beziehung zwischen Mutter und Tochter…..

Die Art und Weise, wie die Moderne mit der Tradition umgeht, hängt perfekt damit zusammen, wie Petrunya mit ihrer Mutter Vaska umgeht. Die beiden Frauen befinden sich auf dem entgegengesetzten Spektrum der Materie; der Zusammenstoß der beiden ist unvermeidlich und notwendig, damit Fortschritte erzielt werden können.

Die Legende sagt: “Wer das Kreuz fängt, wird sich über das kommende Jahr freuen”. Petrunya’s Streben nach Glück beruht auf ihrer Teilnahme an der traditionellen Veranstaltung und der damit verbundenen Freude für ein Jahr. Die Mutter kann dies nicht verstehen, sie kann das Glück nicht außerhalb der traditionellen Codes definieren. Die Gewalt zwischen beiden ist in etwas viel tieferem und finsterem verwurzelt: Ungerechtigkeit, die als Tradition verkleidet ist. Wenn die Mutter das Verhalten von Petrunya akzeptieren würde, würde sie alles verleugnen, was sie ist und was sie jemals war, und in den Augen ihrer Gesellschaft nichts werden.

Wie stehen die Chancen für Petrunya, nach diesem Ereignis ihren eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden, in der sie lebt?

Ich habe gehört, dass das echte Mädchen, das das Kreuz gefangen hat, jetzt in London lebt…. Um ehrlich zu sein, ihr Leben wäre sehr schwierig gewesen, wenn sie in Stip geblieben wäre. Ich bin froh, dass sie die Gelegenheit hatte, zu gehen. In diesem Jahr erwischte eine Frau das Kreuz in Zemun, Serbien. Sie wurde gefeiert. Die Welt verändert sich schnell, hoffentlich!

Mit Raul, einem der Protagonisten des Films, bin ich schon seit langer Zeit befreundet. Er hat mir immer wieder von seiner Arbeit im Ostkongo erzählt. Mit über 5 Millionen Todesopfern ist der Konflikt in dieser Region der blutigste seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele Helfer aus der westlichen Welt arbeiten hier – und viele von ihnen haben große Zweifel an ihrer eigenen Rolle. Bald war klar, dass wir einen Film über die Beziehung von uns Europäern zu einem so fernen und fremden Ort und seinen Menschen machen wollen. Was zieht uns dorthin, was haben wir da zu suchen? Was machen wir mit diesem Ort und dieser Ort mit uns? (Stephan Hilpert)

TITEL original                     Gospod postoi, imeto i’ e Petrunija
TITEL deutsch                    Gott existiert, Ihr Name ist Petrunya
JAHR                                  2019
LAUFZEIT                          100 min
VORFÜHRFORMAT          1:2.39 (Cinemascope) – Sound: 5.1
TON                                    Dolby Digital
SPRACHFASSUNG           deutsch und OmU/ deutsche UTs
FSK                                     12

Bei Interesse an einer Schulkinoveranstaltung können Sie sich entweder direkt an ein Kino in ihrer Nähe wenden oder Sie schreiben uns eine Email: info@jip-film.com oder rufen an: 069 – 805 322 73

Schulkino Filmtipp Vision Kino:

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit liefert der Film vor allem durch das dargestellte Aufeinanderprallen zwischen staatlicher und religiöser Institution (Polizei, Klerus) und sozialer Bewegung (Feminismus/Gleichberechtigung). So befinden sich die Akteure des Filmes vor ihrem religiösen Hintergrund in einem Handlungsvakuum und wissen nicht genau, nach welchen Normen sie handeln sollen. Die Polizei nimmt Petrunya zwar mit auf das Revier, hat jedoch keine Handlungsbegründung, da sie gegen kein Gesetz verstoßen hat. Aufgrund der stark verankerten Religion und Tradition fühlen sich die Polizisten dennoch dem Priester verpflichtet und lassen Petrunya nicht gehen. Welche Normen wiegen mehr? Staatliche Gesetze? Kirchliche Vorschriften? Oder das Recht jedes Menschen, nicht aufgrund seines Geschlechtes diskriminiert zu werden?

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