BARSTOW, CALIFORNIA

Dokumentarfilm von Rainer Komers

Demnächst als VOD

Die Geschichte

Die Leinwand ist schwarz, das Geräusch einer schweren Tür, die zufällt, ein Schlüssel dreht sich im Schloss. 

Der Film Barstow, California nimmt uns mit in die Welt des Lyrikers Stanley »Spoon« Jackson, der aus seiner Autobiographie »By Heart« vorliest, ohne selbst jemals im Bild zu sein. Geschrieben hat er sie im Gefängnis, in dem er seit 1978 wegen Mordes inhaftiert ist. 

»Meine Haut fühlt sich warm und lebendig an, diesen September in San Quentin. Als wäre ich eine Eidechse, die sich auf einem großen Stein sonnt.«

Zur Off-Stimme von Spoon Jackson blicken wir auf die Landschaftsbilder der sonnendurchtränkten kalifornischen Mojave-Wüste und der Kleinstadt Barstow, die an der Interstate 15 auf halber Strecke zwischen Los Angeles und Las Vegas liegt. In den Minen rund um Barstow wird bis heute Gold abgebaut.

Spoon Jackson ist einer von 15 Brüdern, zwei von ihnen führen uns an diesen verödeten Ort ihrer Kindheit. Sie erzählen von der Familiengeschichte, von Armut, Rassismus, aber auch vom Zusammenhalt zwischen den Nachbarn am Fluss. Wir hören von den plötzlichen Fluten des Mojave River und vom rhythmischen Rattern der Güterzüge, die sie nachts in den Schlaf sangen. Noch immer rangieren sie dort, oder sie passieren ohne Halt das gottverlassene Barstow. Und immer liegt dieser Sound kreischender Eisenbahnräder in der Luft, der das Gefühl der Einsamkeit bis hinter die Gitterstäbe des Solana Gefängnisses zu tragen scheint. 

Ohne einen einzigen Satz über Politik zu verlieren, ist diese poetisch-biographische Ortserkundung hochpolitisch. 

Dokumentarfilm · 76 minutes · 4K · colour · 5.1 · Germany / USA 2018

Die Leinwand ist schwarz, das Geräusch einer schweren Tür, die zufällt, ein Schlüssel dreht sich im Schloss.
Der Film BARSTOW, CALIFORNIA nimmt uns mit in die Welt des Lyrikers Stanley »Spoon« Jackson, der aus seiner Autobiographie »By Heart« vorliest, ohne selbst jemals im Bild zu sein. Geschrieben hat er sie im Gefängnis, in dem er seit 1978 wegen Mordes inhaftiert ist.
»Meine Haut fühlt sich warm und lebendig an, diesen September in San Quentin. Als wäre ich eine Eidechse, die sich auf einem großen Stein sonnt.«
Zur Off-Stimme von Spoon Jackson blicken wir auf die Landschaftsbilder der sonnen-durchtränkten kalifornischen Mojave-Wüste und der Kleinstadt Barstow, die an der In-terstate 15 auf halber Strecke zwischen Los Angeles und Las Vegas liegt. In den Minen rund um Barstow wird bis heute Gold abgebaut.
Spoon Jackson ist einer von 15 Brüdern, zwei von ihnen führen uns an diesen verödeten Ort ihrer Kindheit. Sie erzählen von der Familiengeschichte, von Armut, Rassismus, aber auch vom Zusammenhalt zwischen den Nachbarn am Fluss. Wir hören von den plötzli-chen Fluten des Mojave River und vom rhythmischen Rattern der Güterzüge, die sie nachts in den Schlaf sangen. Noch immer rangieren sie dort, oder sie passieren ohne Halt das gottverlassene Barstow. Und immer liegt dieser Sound kreischender Eisenbahn-räder in der Luft, der das Gefühl der Einsamkeit bis hinter die Gitterstäbe des Solana Gefängnisses zu tragen scheint.
Ohne einen einzigen Satz über Politik zu verlieren, ist diese poetisch-biographische Ortserkundung hochpolitisch.
BARSTOW, CALIFORNIA
ist nach NOME ROAD SYSTEM (2004 / Deutscher Kurzfilmpreis) über ein Bergbaugebiet in Alaska und MILLTOWN, MONTANA (2 009009) über ein kontaminiertes Kupferbergbaugebiet im Westen Montanas der dritte Teil von Rainer Komers The American West-Trilogie. Stilistisch knüpft er an das »landscape listening« der Vorgängerfilme an und erweitert es um autobiografische Notizen des in Barstow aufgewachsenen Spoon Jackson, der dort auch seine lebenslange Haftstrafe verbüßt.

Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste
09.10.2020
Paris
La cinémathèque du documentaire

Weitere Termine folgen!

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Barstow California - Presseheft  | Barstow California - Pressefotos  |  Barstow California - Plakat klein  |  Barstow California - Regisseur Rainer Komers

 

 

Presseanfragen

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Filmdispo jip film & verleih  |  +49 69 805 322 73
jutta@jip-film.com  |  https://jip-film.de

Regie & Kamera: Rainer Komers
Assistent: Abraham Jackson
Ton: Michel Klöfkorn
Voice over: Spoon Jackson
Spoon Jackson aufgenommen von: Michel Wenzer
Editor: Gregor Bartsch
Sound Editor: Oscar Stiebitz
Tonmischung: Pierre Brand
Grading: Timm Kröger
Produktion: kOMERS.film; strandfilm
Förderung: Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein – Film und Medienstiftung NRW – Hessen Film und Medien – Medienboard Berlin-Brandenburg

Rainer Komers lebt als Regisseur und Autor in Berlin und Mühlheim an der Ruhr. Filmprojekte führten ihn u. a. nach Alaska, Indien, Japan, Jemen, Lettland und Montana.

Seine filmischen Gedichte leben von einer visuellen Faszination für die Moderne und ihre industrielle und urbane Ästhetik, die er neu kontextualisiert und dabei die vielfältigen Interdependenzen von Mensch und Natur untersucht. Der jeweilige Ort selbst wird so zum Sprechen gebracht. Für sein filmisches Schaffen erhielt Rainer Komers zahlreiche Preise. U.a. gewann er mit seinem Film „Barstow, California“ (2018) bei der Duisburger Filmwoche den ARTE Dokumentarfilmpreis.

Der 74-jährige Komers arbeitete zuerst als Kameramann für Klaus Wildenhahn. Sein Stil hat sich zwischen dem Dokumentarischen und der bildenden Kunst eine eigene Schneise geschlagen. Seine Arbeiten sind im Ausland ungleich bekannter als hierzulande. Nur wenige Dokumentarfilmer haben die Ausdauer, sich den Rastern einer normativen Ästhetik zu entziehen, wie sie die deutschen Fernsehformate aufrecht erhalten.

Barstow, California ist nach Nome Road System (2004 / Deutscher Kurzfilmpreis) über ein Bergbaugebiet in Alaska und Milltown, Montana (2009) über ein kontaminiertes Kupferbergbaugebiet im Westen Montanas der dritte Teil von Rainer Komers The American West-Trilogie. Stilistisch knüpft er an das »landscape listening« der Vorgängerfilme an.

Filmografie ( Auswahl der letzten Jahre)

  • 1999 – B224 
  • 2004 – NH 2 
  • 2004 – NOME ROAD SYSTEM 
  • 2006 – KOBE
  • 2008 – MA’RIB
  • 2009 – MILLTOWN, MONATANA 

 

documentary · 76 minutes · 4K · colour · 5.1 · Germany / USA 2018

epd film: 4 von 5 Sternen:
“Es ist eine ganz eigene, faszinierend schwebende Filmsprache zwischen Lyrik und Essay, die Komers für seinen Film gefunden hat.”

“Was anfangs nur die Verlorenheit eines Ortes in der Wüste zu sein schien, erhält so nach und nach eine politische Dimension.”

Programmkino: “Gerade das die Stadt so wenig bemerkenswert ist, macht sie durch den genauen Blick eines Filmemachers wie Rainer Komers zu so einem interessanten Objekt. Nicht die üblichen Orte, Personen oder Geschichten, die meist in Dokumentationen über die Vereinigten Staaten auftauchen, sind hier zu sehen und zu hören, sondern ein Aspekt des Landes, das im europäischen, gerade auch deutschen Blick meistens außen vor bleibt.”

film-rezensionen: “Unterstützt durch die poetischen, teils wehmütigen Texte Spoon Jacksons, wird Rainer Komers Film zu einem filmischen Akt der Kontemplation über jene Plätze und Menschen, welche die Zeit hinter sich gelassen hat. Und darüber, wie die Zukunft aussehen könnte.”

“In den post-industriellen Ruinen und dem Rattern der Güterzüge meint man zu hören, wie die Zeit an einem Ort wie Barstow vorbeizieht, zu einer jener Geschichten wird, die man sich erzählt oder von denen Jackson in seinen Texten schreibt.”

filmdienst: „Barstow, California ist Landschaftsfilm, Ortsbegehung, biografische Skizze und eine Literaturverfilmung anderer Art – die Bilder illustrieren nicht, sie werden dem Text zur Seite gestellt. Es gibt keine großen Gesten, aber viel Weite, Raum und Schönheit, kein strenges Konzept, aber Konzentration und Klarheit.”

FAS: “Über die Jahre ist Komers einer der Übersehenen im deutschen Film geblieben… Sein BARSTOW, CALIFORNIA, wie zuvor schon MILLTOWN, MONTANA reiht sich auch ein in die deutsche Tradition der Faszination für den amerikanischen Westen; Wim Wenders oder Hartmut Bitomsky wären Beispiele. Zugleich ist diese Faszination aber gebrochener – ein deutscher Blick und ein afroamerikanischer Rückblick ergeben zusammen einen großen kleinen Film.“

Kulturexpress: Der Film ist etwas wie ein Vermächtnis über ihn (Spoon Jackson)  aber auch ein Hilferuf nach 40 Jahren im Gefängnis.

new filmkritik: „In Barstow, California hat sich Komers also kinematographisch mit dieser eindrucksvollen Gegend auseinandergesetzt, hat auch Zugang gefunden zu der immer noch dort lebenden Jackson-Familie, sich mit zwei von Spoons Brüdern vor der Kamera unterhalten.“

Thomas Engel: “Das Wort Politik fällt nicht ein einziges Mal, und doch ist der Film hochpolitisch darin, wie er das „andere“ Amerika zeigt.

Und weil er hochpolitisch ist, ist er auch nicht unwichtig, von den gelungenen rein filmischen Formen und Elementen einmal ganz abgesehen.”

Visions du Réel, Nyon / Switzerland (World Premiere)

»Die Stimme des Dichters und Häftlings Stanley „Spoon“ Jackson […] liest Ausschnitte aus seiner Autobiografie »By Heart«, während im Zwischenschnitt Bilder einer in reiner amerikanischer Mythologie getränkten Welt erscheinen, die in der brutalen Realität der rücksichtslosen Finanzpolitik untergeht. Barstow, California ist wahrlich die andere Seite des amerikanischen Traums.« Giona A. Nazzaro (Visions du Réel – Nyon)

Duisburger Filmwoche / Germany (Deutsche Premiere – ARTE Dokumentarfilmpreis)

»Meine Haut fühlt sich warm und lebendig an, diesen September in San Quentin. Als wäre ich eine Eidechse, die sich auf einem großen Stein sonnt.« Das sagt die Stimme des Dichters und Häftlings Spoon Jackson, während wir auf Landschafts-bilder der sonnendurchtränkten Mojave-Wüste in Kalifornien schauen.

Der Film Barstow, California (der Geburtsort von Spoon Jackson) ist sowohl ein ergreifendes Portrait der kalifornischen Wüste und des in ihr eingeschriebenen Lebens als auch eine Begegnung mit Jackson, der seit 1977 in zahlreichen Gefängnissen in lebenslanger Haftstrafe einsitzt. Komers lässt Jackson Passagen aus dessen Autobiographie verlesen, die wir im Off hören, ohne ihn selbst je ins Bild zu bringen.
Stattdessen sehen wir eine virtuose und überraschende Kollage von kinematographisch eindrucksvollen Landschafts-bildern der Gegend, in der Jackson seine kurze Kindheit und Jugend verbrachte. Diese wird uns mitunter vorgestellt von zwei der 14 Brüder Jacksons, die in Freiheit leben und Auskunft geben über eine Familiengeschichte, die geprägt ist von Armut, Gewalt, Einsamkeit und Rassismus. All das wird verhandelt, ohne je ins Zentrum gerückt zu werden: So entsteht ein Bild von Spoon Jackson aus kleinen und kleinsten Teilen, die nie zu eindeutig, nie zu klar, nie zu einfach sich zueinander fügen und gerade darin den Mensch wie den Ort zum Schillern bringen. Herzlichen Glückwunsch Rainer Komers! November 2018 – Begründung der Jury: Alejandro Bachmann, Pepe Danquart, Antje Ehmann

blicke – filmfestival des ruhrgebiets – lobende Erwähnung

Unwirtliche Lebensbedingungen: Trockenvegetation, Hitzeflimmern, Wüstenstaub – hier halten die Güterzüge schon lange nicht mehr. Ein Landstrich als Projektions- und Resonanzraum für seine Bewohner wie für uns als Zuschauer; und für die stimmliche Präsenz eines Abwesenden, eines Weggesperrten. Die sprachlichen Bilder dieses Dichters verklingen nicht an den Topographien als bloße Illustrationen, sie überlagern sie, stoßen sich von ihnen ab, nur um wieder zu ihnen zurückzufinden; sie berichten von besseren Zeiten, von verlorener Unschuld, von Armut und rassistischer Unterdrückung. Rainer Komers’ Engagement für die Anerkennung des inhaftierten afroamerikanischen Lyrikers Spoon Jackson hat uns inspiriert und tief berührt. Wir möchten Barstow, California deshalb lobend erwähnen. Preisjury blicke – filmfestival des ruhrgebiets

Lichter Filmfest, Frankfurt – lobende Erwähnung

Lobend erwähnen möchten wir Rainer Komers’ ethnografisches Gedicht Barstow, California. Das dokumentarische Porträt über die kleine Stadt an der Route 66 ist ein Gesamtkunstwerk: Gedichte des Lyrikers und verurteilten Mörders »Spoon« Jackson, stimmungsvolle Aufnahmen aus der Mojave-Wüste und der Ton flirrender Gleise verweben sich zu einem filmischen Abgesang auf eine vergessene Gegend, deren glorreiche Vergangenheit nur noch in den bisweilen utopisch anmutenden Erinnerungen aufblitzt. Komers beherrscht dabei die hohe Kunst der Zurückhaltung: Bescheiden beobachtet er die Gegenstände und Figuren seines Interesses, um in der Collagierung der Bilder und Töne als zärtlicher Komponist sichtbar zu werden. Um Spoon zu paraphrasieren: ein Film, der Herzen und Gedanken öffnet like windows and doors. Jenny Schily, Birgit Gamke, Susanne Heinrich – Jury Lichter Filmfest Frankfurt

Dokumentarfilmwoche Hamburg

Von der Kunst seines Protagonisten war [auch] der Dokumentarfilmer Rainer Komers fasziniert. Der Afroamerikaner Spoon Jackson sitzt seit 1976 wegen Mordes lebens-länglich im Gefängnis. Dort hat er sich in einen gefeierten Poeten verwandelt. In seiner Autobiografie erzählt er von seiner Kindheit und Jugend in einem kleinen Kaff in der Mojave Wüste. In Barstow, California (4. 4., Metropolis) zeigt Komers zu dessen Worten die Wüstenlandschaften seiner Heimat. Von vielen der in seinen Texten beschriebenen Orte sind nicht mal Ruinen übrig. Zwei von Jacksons Brüdern finden an der Stelle, an der einmal sein Elternhaus stand, nur noch ein Stück Plastikrohr und die Stahlfedern einer Matratze. Sie erzählen von der Armut, in der sie aufwuchsen und davon, dass sie plötzliche Fluten in der Wüste nur überlebten, weil sie mit dem Auto auf Hügel flüchteten. Die zugleich sachliche und poetische Art, in der Komers hier US-ameri- kanische Provinz porträtiert (mit Kindern, die auf einem Truppenübungsplatz dazu ermuntert werden, mit riesigen Maschinengewehren zu schießen und der Kundschaft einer Bar in einer Geisterstadt), erinnert an die Filme von Hartmut Bitomsky.
Wilfried Hippen – taz Berlin

Achtung Berlin Preis: »Bester Dokumentarfilm«

Der Film beginnt im Schwarz. Wir hören eine schwere Tür zufallen, ein Schlüssel dreht sich im Schloss. Eingeschlossen, weggesperrt. Barstow, California nimmt uns mit in die Welt von Stanley »Spoon« Jackson, der uns im Off aus seiner Autobiographie »By Heart« vorliest, geschrieben im Gefängnis, in dem er seit seinem 19. Lebensjahr einsitzt, ohne Aussicht auf Entlassung. Und dann das erste Bild: Endlose Weite. Die kalifornische Mojave-Wüste, Stanley Jacksons Heimat. Wir sehen ein anderes Amerika, als das der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Menschen, denen Regisseur Rainer Komers begegnet, erzählen Geschichten, die mit Alltag und Gewalt, mit Gemeinschaft und Gesellschaft zu tun haben. Hier endet die Route 66 am Horizont. Wir treffen eine Frau, die in einem Motel am Highway arbeitet und davon träumt wegzuziehen, einen Mann, der in seinem Auto lebt, und die Chefin einer Bar, in der es weniger Gäste als Fotos verstorbener Stammkund*innen gibt. Sie alle sind genauso gefangen wie »Spoon«.

Barstow, California ist ein Film, der sich einer eindeutigen Interpretation entzieht und uns doch gekonnt und bewusst führt. Er hat uns eingenommen durch seine sensible Kameraführung, seine kluge Montage, die Menschen und Orte in narrative Zusammenhänge bringt, und durch seine tiefe Menschenliebe. Begründung der Jury Dokumentarfilm – Carlotta Knittel, Tobias Büchner, Verena Neumann

Kasseler Dokfest
Viennale – Vienna International Film Festival
Big Sky Documentary Film Festival / USA
San Francisco DocFest / USA

Film Rezensionen

“Die Geschichten und Menschen, die Komers Film begleiten, erzählen von einem Amerika des Gestern, einer unwiederbringlichen Version, welche teils Gefühle der Nostalgie, teils der Reue und Schuld, aber auch des kleinen Glücks evoziert.“

Kontakt: Bei Interesse an einer Schulkinoveranstaltung können Sie sich entweder direkt an ein Kino in ihrer Nähe wenden oder Sie schreiben uns eine Email: info@jip-film.com oder rufen an: 069 – 805 322 73

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Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine der ärmsten und unsichersten Regionen der Welt. Hunderte von westlichen Entwicklungshelfern sind vor Ort und wollen die Bevölkerung unterstützen. Unter ihnen Raul, Peter und Anne-Laure. Sie sind hochmotiviert und voller Visionen, doch ihre Situation wirft für sie grundsätzliche Fragen auf. Raul, ein spanisch-französischer Wissenschaftler, muss feststellen, dass er seine Kollegen mit den Projektgeldern zur Korruption verführt und seine Studie über die Rebellengruppen deshalb zu scheitern droht. Peter, ein deutscher Entwicklungshelfer, wird nach 30 Berufsjahren in Rente geschickt, sieht aber außerhalb von Afrika keine Perspektiven für sich. Die Belgierin Anne-Laure hat ihre Stelle als Entwicklungshelferin aufgegeben. Sie arbeitet nun für ein kongolesisches Musikfestival und kämpft mit ihrem regimekritischen Freund und anderen Einheimischen für eine bessere Zukunft. Drei persönliche Perspektiven auf das Zusammenleben und Zusammenarbeiten zwischen Europa und Afrika – und die Frage: Wie hilfreich ist die Hilfe des Westens?

Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste
14.10.2020
Bad Tölz
Mit Daniel Samer (Kamera)
In Kooperation Weltladen Bad Tölz, Steuerungskreis „Fair Trade Town Bad Tölz“, Kreisbildungswerk Bad Tölz-Wolfratshausen
22.10.2020
Kaufbeuren
Kleiner Kinosaal
11.11.2020
Wiesbaden
In Kooperation mit Amnesty International
11.07.2021
Stuttgart
Altes Feuerwehrhaus Begegnungsstätte
Filmbeginn: 15.30 h

Weitere Termine folgen!

epd film: “Zum Teil haarsträubende Bespiele verdeutlichen, wo die Sollbruchstelle von Entwicklungshilfeprojekten zu finden ist.”           4 von 5 Sternen

film-rezensionen.de: “Er betont die Dringlichkeit des Handelns, appelliert an das Verantwortungsgefühl.”                                        4 von 5 Sternen

Deutschlandfunk Kultur: “Hilperts Film, erzählt nicht zuletzt von den ambivalenten Empfindungen seiner drei porträtierten Helfer. Den Grenzen, an die sie stoßen. Der Verantwortung, die auf ihnen lastet. Den schwindenden Perspektiven für sich selbst. Gerade das macht die Qualität der Doku aus.“

Saarbrücker Zeitung: “Gordische Knoten made in Congo”

Filmdienst: “Über die teilnehmende Beobachtung des Films wird deutlich, dass Ambivalenzen im Austausch zwischen europäischen und afrikanischen Ländern unausweichlich sind und somit immer mitgedacht werden müssen.” 

ttt: „Zwischen Idealismus und täglicher Ernüchterung“

„Stephan Hilperts Film enthält sich jeder Bewertung, selbst die verstörendsten Momente lässt er unkommentiert. Das ist seine Stärke.“

„Einfache Antworten, ob und wann Entwicklungshilfe gut ist oder nicht, hat Congo Calling übrigens keine. Das ist eine weitere große Stärke.“

iz3w: “Congo Calling” ist kein Film über die Demokratische Republik Kongo, sondern über das Fremdsein in der privilegierten Position des „Entwicklungshelfers“

BR Kino: „Ein mutiger und engagierter Blick auf Land und Leute – und auch auf den Zwiespalt, in dem die Helfer stecken.“

Junge Welt: “Der Film »Congo Calling« unterzieht europäisch-afrikanische Verhältnisse einer harten Belastungsprobe.”

Programmkino.de: „Ein bemerkenswert souveräner Film, genau beobachtet und ohne vom falschen Versprechen geprägt, alle Antworten auf die Fragen zu kennen, die er aufwirft.“

SR Mediathek: „Kontraproduktive Hilfe?“

Süddeutsche Zeitung: „Stephan Hilpert zeigt die persönlichen Schicksale der drei Visionäre.”

“Eine berührende Reise in den Kongo.“

welt-sichten: „Das Machtgefälle ist riesig“

Neues Deutschland: „Die Nachhut der Kolonialherren“

Vorwärts: „Was macht es mit diesen Menschen, wenn sie ihr bisheriges Leben aufgeben, um sich mit voller Energie in die Bekämpfung einer unfassbaren Armut zu stürzen, zumal angesichts allgegenwärtiger Korruption und unberechenbarer Milizen?“

„Es wird schnell klar: Jeder Aufbruch, und sei er noch so kleinteilig, ist von Rückschlägen bedroht. Mitunter droht Lebensgefahr.“

Kinofenster.de: “Welche Interessen verfolgt der Globale Norden durch sein humanitäres und wirtschaftliches Engagement im Globalen Süden?“

Weltexpresso: „Blick auf einen ansonsten menschlich liebenswerten Horrorstaat, in dem auch organisierter Massenmord und Schlächterei an eher zufälligen Opfern zuweilen an der Tagesordnung ist.“

„In seinem Abschlussfilm an der HFF München, legt Stephan Hilpert eine professionell gemachte und hochkarätig geförderte Studie vor, die sehr nahe an den Menschen erzählt ist und Einblicke in das mehr oder weniger von Rebellen und Grabenkämpfen zerrüttete Land ermöglicht. Nicht nur der Alltag in Goma wird anschaulich geschildert, sondern vor allem auch die Beweggründe der dort engagierten Europäer.“

Diaspora NRW: „Der Film zeigt die unterschiedlichen Welten der Expats und der Einheimischen.“

Esslinger Zeitung: „Drei Entwicklungshelfer erzählen von ihrer Arbeit in der Region, die zu den ärmsten der Welt gehört. Sie drohen, zu verzweifeln an der Widersprüchlichkeit ihrer Aufgabe: helfen zu wollen und doch neue Probleme zu verursachen.“

Chrismon: „Die Langzeitbeobachtung thematisiert die hilflosen Helfer genauso wie das Chaos vor Ort. Aber der Film stellt die Zusammenarbeit zwischen Europäern und Afrikanern nicht grundsätzlich in Frage, doch es gelingen ihm vielsagende Randbeobachtungen, auch darüber, wie das Geld versickert.“

NachhaltigeJobs.de: „Als Entwicklungshelfer*in direkt vor Ort Projekte vorantreiben und sich für die gute Sache einsetzen – für Viele ein Job, der sinnerfüllter nicht sein könnte, aber auch sehr herausfordernd ist.“

3sat

Tagesschau24

Der Tele-Stammtisch (Podcast)

HR2 Kulturcafé 

FFF Förderpreis Dokumentarfilm beim Doc Fest München 2019
Nominiert Deutscher Dokumentarfilmpreis 2019
Dokumentarfilm-Publikumspreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis
Beste Kamera Dokumentarfilm beim Filmkunstfest MV

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Congo Calling - Pressefotos  |  Congo Calling Regisseurfoto Stephan Hilpert  |  Congo Calling - Plakat  |  Congo Calling - Presseheft | Congo Calling - DVD Cover

Presseanfragen:

Filmpresse Meuser
Anne Schütz / Carola Schaffrath Ederstraße 10
60486 Frankfurt am Main Tel. 069-405 804-0
info@filmpresse-meuser.de

jip film & verleih
Jutta Feit / Julia Peters
Oeder Weg 42
60318 Frankfurt am Main
Tel. 069-1387 9615
info@jip-film.de

Protagonisten: Anne-Laure Van der Wielen, Peter Merten, Raúl Sánchez de la Sierra u.v.a.
Buch, Regie, Produktion: Stephan Hilpert
Bildgestaltung: Daniel Samer
Montage: Miriam Märk
Musik: Sebastian Fillenberg
Sounddesign und Tonmischung: Andreas Goldbrunner
Konzept-Inspiration und -Beratung: Raúl Sanchez de la Sierra, Gauthier Marchais
Producer (Preproduction): Lilian Dammann
Redaktion: Eva Katharina Klöcker (ZDF – Das kleine Fernsehspiel)
Herstellungsleitung HFF München: Ferdinand Freising, Manya Lutz-Moneim
Projektbetreuung HFF München: Knut Karger, Daniel Lang
Gesamtleitung HFF München: Prof. Heiner Stadler

Eine Produktion von Stephan Hilpert in Koproduktion mit ZDF-Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München, gefördert durch den FilmFernsehFonds Bayern

Stephan Hilpert studierte Dokumentarfilmregie an der HFF München und promovierte in Filmwissenschaften an der Universität Cambridge. Congo Calling ist sein HFF-Abschlussfilm.

Stephan Hilpert – Biografie
Geboren 1980 in Böblingen. Studium Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Filmwissenschaftliche Promotion über Ulrich Seidl und Christian Petzold an der Universität Cambridge. Er arbeitet als Dokumentarfilm- und Werbefilmregisseur.

Stephan Hilpert – Filmografie (Auswahl)
2019 CONGO CALLING (Dokumentarfilm, 90 min)
2012 DIE SCHACHSPIELERINNEN (Dokumentarfilm, 60 min)
2009 8MM BAYERN – STADT UND LAND (TV-Doku, 45 min, gemeinsam mit Ali Zojaji)
2008 UNCLE SAM WANTS YOU (TV-Reportage, 30 min)
2007 WEIL DER MENSCH EIN MENSCH IST (Dokumentarfilm, 60 min, gemeinsam mit Frauke Finsterwalder)

Mit Raul, einem der Protagonisten des Films, bin ich schon seit langer Zeit befreundet. Er hat mir immer wieder von seiner Arbeit im Ostkongo erzählt. Mit über 5 Millionen Todesopfern ist der Konflikt in dieser Region der blutigste seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele Helfer aus der westlichen Welt arbeiten hier – und viele von ihnen haben große Zweifel an ihrer eigenen Rolle. Bald war klar, dass wir einen Film über die Beziehung von uns Europäern zu einem so fernen und fremden Ort und seinen Menschen machen wollen. Was zieht uns dorthin, was haben wir da zu suchen? Was machen wir mit diesem Ort und dieser Ort mit uns? (Stephan Hilpert)

Angaben zur Sprachfassung / Untertitel

Originalsprachen: Französisch, Deutsch, Englisch, Kisuaheli

Verfügbare Untertitel: Deutsch, Englisch

● Techn. Daten

  • FSK 12
  • Länge: 90 min.
  • Bild: 16:9 Farbe
  • Ton: 5.1 Surround (oder alternativ: Stereo)
  • Vorführformat: DCP (25p mit zuschaltbaren Untertiteln), BluRay
  • Produktionsland: Deutschland 2019

Produktion: Eine Produktion von Stephan Hilpert in Koproduktion mit ZDF-Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München, gefördert durch den FilmFernsehFonds Bayern

Kontakt: Bei Interesse an einer Schulkinoveranstaltung können Sie sich entweder direkt an ein Kino in ihrer Nähe wenden oder Sie schreiben uns eine Email: info@jip-film.com oder rufen an: 069 – 805 322 73

 

Congo Calling:

Empfehlung für den Unterricht:

Altersempfehlung: ab 15 Jahre

Klassenstufen: ab 10. Klasse

Themen: Afrika, Entwicklungshilfe/Entwicklungszusammenarbeit, Konflikt/Konfliktbewältigung, Armut, Korruption

Unterrichtsfächer: Politik, Sozialkunde/Gemeinschaftskunde, Ethik, Deutsch

Pädagogisches Begleitmaterial hier downloaden:

Empfehlung Bundeszentrale für Politische Bildung

https://www.kinofenster.de/filme/filmarchiv/congo-calling-film/

Pädagogisches Begleitmaterial download hier:
Congo Calling - Pädagogisches Begleitmaterial

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine der ärmsten und unsichersten Regionen der Welt.

Hunderte von westlichen Helfern wollen vor Ort helfen.

Stephan Hilpert begleitet in seinem Dokumentarfilm 3 der Entwicklungshelfer
in der östlichen Krisenregion des Landes.

Extras:
– Deleted Scenes 
– Interview mit dem Regisseur

DVD hier kaufen:

DIGITAL andere Anbieter:

Nicht gewerbliche Veranstaltungen:

Anfragen per Mail: linnemann@zorrofilm.de

“Hilperts Film, erzählt nicht zuletzt von den ambivalenten Empfindungen seiner drei porträtierten Helfer. Den Grenzen, an die sie stoßen. Der Verantwortung, die auf ihnen lastet. Den schwindenden Perspektiven für sich selbst. Gerade das macht die Qualität der Doku aus.“

- Saarbrücker Zeitung

Hilperts Leute räumen mit gängigen Vorstellungen von der internationalen Hilfe auf. Docfilm at it's best.

- Konkret Magazin, Juni 2020:

Zwischen Idealismus und täglicher Ernüchterung“ „Stephan Hilperts Film enthält sich jeder Bewertung, selbst die verstörendsten Momente lässt er unkommentiert. Das ist seine Stärke.“ „Einfache Antworten, ob und wann Entwicklungshilfe gut ist oder nicht, hat Congo Calling übrigens keine. Das ist eine weitere große Stärke.“

- ttt

Hilperts Film, erzählt nicht zuletzt von den ambivalenten Empfindungen seiner drei porträtierten Helfer. Den Grenzen, an die sie stoßen. Der Verantwortung, die auf ihnen lastet. Den schwindenden Perspektiven für sich selbst. Gerade das macht die Qualität der Doku aus

- Deutschlandfunk Kultur

“Zum Teil haarsträubende Bespiele verdeutlichen, wo die Sollbruchstelle von Entwicklungshilfeprojekten zu finden ist.” 4 von 5 Sternen

- epd film

"Lauter weiße, westliche Helfer in Jeeps“

- Deutschlandfunk Kultur