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«Generation Wealth» von Lauren Greenfield ist eine Ansichtskarte des taumelnden amerikanischen Imperiums, das Porträt einer materialistischen, arbeits- und imagebesessenen Kultur und ein zeitgesellschaftliches Essay. Gleichzeitig ist der Film die persönliche Reise der Fotografin und Regisseurin, die tief in die Welt der Reichen, Schönen und Mächtigen führt und damit die Auswüchse der globalen Turbo-Wachstumswirtschaft, des korrupten amerikanischen Traums, des Narzissmus und der Gier abbildet. «Generation Wealth» startet am 31. Januar 2019 in den deutschen Kinos. 

Seit 25 Jahren beschäftigt sich die US-amerikanische Fotografin und Regisseurin Lauren Greenfield in ihren Arbeiten mit Geld, Reichtum und Menschen, die im Überfluss leben wollen. Nach ihrem Studium begann Greenfield ihre Kamera auf die Spezies «American Dream» zu richten und  porträtierte fortan Menschen, die nach grenzenlosem Materialismus streben. In ihrem Dokumentarfilm «Generation Wealth» fragt sie, was die Leute antreibt. Geld, Geltungssucht, Schönheitswahn?

Lauren Greenfield taucht ein in die Welt von Schönheitswettbewerben kleiner Mädchen, in der  Faszination für Aussehen und Kleidung bereits in sehr jungen Jahren zur Obsession wird. Sie spricht mit einem ehemaligen Hedgefonds-Manager, der auf der «Most wanted»-Liste des FBI stand. Greenfield zeigt Studenten, Alleinerziehende und Familien, die sich für den Erwerb von Luxusgegenständen hoch verschulden. Sie nimmt uns mit in die Häuser russischer Oligarchen und der neureichen Klasse Chinas, die sich mit der Anhäufung von Luxusgegenständen den Status einer neuen aristokratischen Elite erwerben möchten. Sie zeigt uns die Operationssäle von Schönheitschirurgen in Brasilien, wo Frauen dünnere, jüngere und bessere Versionen von sich erschaffen möchten. Sie zeigt, was geschieht, wenn aus Überfluss Überdruss wird. Letztlich geht es aber auch um Lauren Greenfield selbst und um die Frage, ob ihr eigener Blick auf diese Phänomene nicht längst auch zur Obsession geworden ist.

Spätestens mit Donald Trump habe sich ein Kulturwandel manifestiert, erklärt Greenfield: «In gewisser Weise hat er bestätigt, was ich die beiden Jahrzehnte zuvor in der Kultur dokumentiert habe. Er ist im Grunde die Apotheose der «Generation Wealth» und ein Ausdruck dieser Werte».

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