Silence Radio

Ein Film von Juliana Fanjul

Kinostart 14.Januar 2021

Die Geschichte

Mexiko, März 2015. Carmen Aristegui, unbestechliche Journalistin, wird vom Radiosender entlassen, bei dem sie seit Jahren arbeitet.
Aber Carmen setzt ihren Kampf online fort für Meinungs- und Pressefreiheit, gegen Fake News.

Im März 2015 wird Carmen Aristegui, die Hauptstimme des unabhängigen Journalismus in Mexiko, aufgrund von politischem Druck und falschen Täuschungen mit ihrem Team vom MVS- Radiosender entlassen. Am nächsten Tag demonstrieren und unterschreiben mehr als 200.000 Menschen eine Petition, in der ihre Rückkehr zum Sender und das Ende der Zensur gefordert wird. Trotz dieser außergewöhnlichen Mobilisierung gibt der Sender nicht nach.

Wer ist diese Frau hinter der berühmten mexikanischen Journalistin? Wie wurde sie in Mexiko zu einer beliebten Figur des Widerstands und der Meinungsfreiheit? Wer sind ihre Hauptfeinde? Warum lebt sie noch, wenn in den letzten Jahren und Monaten Dutzende ihrer Kolleg*innen ermordet wurden? Der Film erzählt den langen und gefährlichen Kampf von Carmen, ihre Zuhörer weiterhin zu informieren, indem sie einen Raum der freien und unabhängigen Meinungsäußerung selber schafft. In einem anderen Land als Mexiko wäre die Aufgabe einfacher. Aber in diesem Land, in dem die soziale und wirtschaftliche Situation von Drogenhändlern und politischer Korruption dominiert wird, ist die Aufgabe von Carmen und ihrem Team enorm. Mit Testimonials, Archivmaterial und Auszügen aus sozialen Netzwerken folgen wir Carmen und ihrem Team in einer großen laufenden Untersuchung, die neben dem Bau ihres neuen Internetradiosenders durchgeführt wird.

RADIO SILENCE ist ein Dokumentarfilm, der in den Kampf von Carmen Aristegui eintaucht, einer Frau, die außergewöhnlichen Mut besitzt. Ein Kampf gegen die monopolistische Konzentration der Medien, gegen ein autoritäres und korruptes politisches System, alles in einem Klima, das durch Drohungen und ständige Einschüchterung von Drogenhändlern untergraben wird.

Datum
Stadt
Kino
Anlass und Gäste

Weitere Termine folgen!

Wettbewerbsteilnahmen:

Awards

Genf, FIFDH Festival International du film sur les droits humains, Prix Gilda Vieira de Mello en hommage à son fils Sergio Vieira de Mello 2020

Prizren, Dokufest International Documentary and Shortfilm Festival Prizren, Special Mention (Human Rights Docs) 2020

Auswahl Festivals

35. IDFA Amsterdam – Premiere

Munich, 35.DOK.fest München

18. Festival International du film et forum international sur les droits humains

55. Solothurner Filmtage,

FIPADOC Festival International de Documentaires

This Human World 2019 Int. Filmfestival der Menschenrechte

International Documentary and Short Film Festival Prizren

Buch/Regie: Juliana Fanjul
Kamera: Jeröme Colin
Ton: Carlos lbanez-Diaz
Schnitt: Yael Bitton
Produzenten: Philippe Coeytaux und Nicolas Wadimoff – Akka Films
Koproduzenten: Jose Cohen Ovadia – Cactus Docs, RTS Radio Television Suisse
Weltvertrieb: Sweet Spot Docs / Schweiz

 

 

Regiesseurin Juliana Fanjul

wurde 1981 in Mexiko geboren. Sie erhielt einen BA in Visueller Kommunikation, besuchte die EICTV, Internationale Film- und Fernsehschule von San Antonio de los Baños (Abteilung Dokumentarfilm) und arbeitete als Regieassistentin.

2011 ging sie im Rahmen eines Austauschprogramms in die Schweiz, wo sie den Master in Cinema Studies 2012-14 absolvierte, ein gemeinsames Programm der ECAL (École Cantonale d’Art de Lausanne) und der HEAD (Haute École d’Art et Design) in Genf.

 

 

Filmografie

MUCHACHAS, CH 2015, 63 Min.
CUBA CALLING, QU / CU 2014, 24 Min.
I SEGUIMOS VIVOS, CU 2010, 24 Min.

Ich bin vor einigen Jahren nicht nur für mein Filmstudium in die Schweiz gekommen, sondern auch als Einwanderin, die der täglichen Korruption und Gewalt entkommen ist, die mein Land, Mexiko, als Geisel genommen hat.
Obwohl ich mich in der friedlichen gesellschaftspolitischen Realität in der Schweiz sicher fühlte, hatte ich am 13. März 2015 das Gefühl, dass eine Welle von Ungerechtigkeit und Gewalt den Atlantik überquerte und mich in meiner Wohnung in Genf überwältigt.

Diese Nachricht schockierte mich aus zwei Gründen.
Die Stimme einer der letzten unbestechlichen Journalistinnen in meinem Land wurde zum Schweigen gebracht, aber ich wurde auch meines Rechts auf unvoreingenommene und notwendige Informationen beraubt. Ein Recht, das ich mit einem Publikum von über 18 Millionen Mexikanern teilte. Ich habe Carmen mehr als 20 Jahre lang im Radio gehört. Bereits als Teenager spielte Carmen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung meiner Identität als unabhängige Frau und öffnete mir die Augen für soziale Ungerechtigkeit.

In Genf angekommen, verfolgte ich weiterhin ihre tägliche Sendung, hauptsächlich, um mich über die neuesten Nachrichten aus meinem Land auf dem Laufenden zu halten, aber auch, ihre Rede die Freiheit im weitesten Sinne in Frage stellte.
Ihre plötzliche Stille erzeugte zuerst ein Gefühl von großem Verlust, ich war eine Waise der Wahrheit geworden.
Ich suchte obsessiv nach Antworten auf diese willkürliche Handlung. In den folgenden Wochen versank ich in tiefe Besorgnis, die weit über den mexikanischen Kontext hinausging.

Einige Monate nach Abschluss meines ersten Spielfilms, Muchachas (Visions du Reel, 2015), verwandelte ich meine Sorge und Zorn in einen kreativen Impuls und beschloss, diesen Film zu machen.

Laufzeit: 78 Minuten / D 2019 / DCP / 4:3

Farbe Spanisch mit Deutsch UT

FSK ab 12 Jahren

 

 

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Presseanfragen und Dispo:

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Verleih: Julia Peters
Dispo: Jutta Feit
Oeder Weg 42
60318 Frankfurt am Main
Tel. 069-805 32273
info@jip-film.de

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