DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN

Spielfilm von Amil Shivji

Kinostart: 18. April 2024

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"[DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN] evoziert den Fin-de-Siècle-Charakter einer Gesellschaft, die am Rande eines gewaltsamen Umbruchs steht."

- Variety

"Eine packende Geschichte über Liebe, Loyalität, Freiheit und Revolution"

- Blackfilm

"Jede Sekunde des Films ist mit einer Sorgfalt und Zärtlichkeit gestaltet, die ihn zu einem phänomenalen Werk der visuellen Kunst macht."

- Sinema Focus

Die Geschichte

Eines Nachts auf Sansibar in den letzten Jahren der britischen Kolonialzeit. Denge, ein junger afrikanisch-sansibarischer Freiheitskämpfer trifft auf Yasmin, eine junge indisch-sansibarische Frau, die vor ihrer Zwangsehe geflohen ist und ihre eigene Freiheit sucht. Leidenschaft und Revolution eskalieren.

Inhalt

Denge, ein rebellischer junger Mann, trifft eines Nachts auf Yasmin, eine junge indisch-sansibarische Frau, welche vor kurzem in eine Zwangsehe mit einem viel älteren Mann vermählt wurde. Diese Begegnung ist der Auslöser für eine Reihe von verpassten Gelegenheiten für die unglücklich Verliebten. Denge ist tief in den Unabhängigkeitskampf gegen die britische Herrschaft verstrickt und übersetzt und verteilt sowjetische Propaganda. Sie fühlt sich zu seinen Idealen hingezogen, während er sich in ihrer Nähe frei fühlt. Als Denge durch seine jugendlichen Leichtsinn hinter Gittern landet, ist es an Yasmin, Teil des großen Kampfes zu werden und den zu befreien, den sie liebt.

DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN ist ein vielfach ausgezeichnetes politisches Drama über Liebe, Widerstand und Freiheit, das in den letzten Jahren der britischen Kolonialzeit auf Sansibar spielt und auf dem preisgekrönten Swahili-Roman von Adam Shafi basiert.

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Pressestimmen

„[DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN] evoziert den Fin-de-Siècle-Charakter einer Gesellschaft, die am Rande eines gewaltsamen Umbruchs steht.“ – Variety

„eine packende Geschichte über Liebe, Loyalität, Freiheit und Revolution“ – Blackfilm

„Jede Sekunde des Films ist mit einer Sorgfalt und Zärtlichkeit gestaltet, die ihn zu einem phänomenalen Werk der visuellen Kunst macht.“ – Sinema Focus

Regisseur

Amil Shivji wurde in Tansania geboren und ist sowohl Filmemacher als auch Dozent an der Universität von Dar es Salaam. Er ist der neue Leiter des Zanzibar International Filmfestival. Mit seinen Bildern will er höhere Mächte herausfordern. Seine Arbeit betont die Stärken und die Kämpfe marginalisierter Gemeinschaften. Die von ihm geschriebenen und produzierten Kurzfilme, haben schon an Wettbewerben in Rotterdam und FESPACO teilgenommen und unter anderem den People’s Choice Award in Sansibar und den des besten Regisseur´s in Afrika gewonnen. Sein Spielfilmdebüt T-Junction (2017) eröffnete das Zanzibar International Film Festival und gewann drei Auszeichnungen. Er hat einen Master in Fine Arts von der York University in Toronto.

Filmographie (Auswahl)

2013   SHOESHiNE, Kurzfilm, 24‘
U.a. Best East African Short Film FESTICAB 2014, “PEOPLE’S CHOICE AWARD” 16th Zanzibar International Film Festival 2013, nominiert Best Director & Short FIlm Africa Magic Viewer`s Choice Awards 2014

2014   SAMAKANi MCHANGANi, Kurzfilm, 30’
U.a. Best Director & Best Short Film Zimbabwe International Film Festival 2015, FESTICAB 2015, FESPACO 2015, Euro African Film Festival 2013

2015   AiSHA, Spielfilm, 118’, Produzent
U.a. Best Actress, Best Director, Best Editor Film Zanzibar International Film Festival 2016, Best Feature Film FESTICAB 2017, CINEMASDAFRIQUE 2016, African Film Festival 2016

2017   T-JUNCTION, Spielfilm, 106‘
U.a. Best African Feature Fiction 4th Mashariki African Film Festival 2018, Best Actress Film 20th Zanzibar International Film Festival 2017, Best African Feature 19th Zimbabwean International Film Festival Trust 2017, Best Cinematography FESTICAB 2018

2018 WAHENGA, Dokumentarfilm, 93‘, Co-Regie mit Rebecca Corey
U.a. Africa Rising International Film Festival, Nominated Best Documentary Film at Rwanda International Movie Awards 2020, Zimbabwe International Film Festival 2018, Zanzibar International Film Festival 2018

DIRECTOR’S NOTE

„Außerdem glaube ich, dass vor allem die Afrikaner das Kino neu erfinden müssen.“  – Djibril Diop Mambéty

 Es wurde noch nie ein tansanischer Historienfilm produziert. Geschweige denn einer, der in Sansibar gedreht wurde – dies ist der Erste. Bilder von weißen Stränden und „Sultanspalästen“ überschwemmen unsere Bildschirme und werben für das heitere Reiseziel, das den Sansibari die Identität eines „Anderen“ aufzwingt. Der Tourismus verschlingt weiterhin die Menschen und erstickt die lokale Kultur. Unsere Bilder müssen Widerstand leisten. Unsere Bilder müssen lieben. Die Liebe steht auf dem Spiel, wenn wir uns nicht wehren und wie Che Guevara einst sagte: „Ein wahrer Revolutionär wird von einem großen Gefühl der Liebe geleitet.“ Mein Film erinnert uns an die Macht, die die Liebe in einem politischen Widerstand hat. Es ist unmöglich eine Geschichte nur aus einem Blickwinkel zu erzählen, deshalb habe ich mich dazu entschieden, in DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN eine Reihe von Figuren zu zeigen, die die wahre Gesellschaftsstruktur Sansibars repräsentieren.

Keine Kultur, auch nicht die tansanische, ist homogen. Alle Kulturen haben interne Kämpfe, Orte des Konflikts und Akteure des Wandels. Kultur ist ein Ort der Befreiung, wird aber heute als ein Ereignis betrachtet, das in Stein gemeißelt ist und unangetastet bleiben soll. In DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN erleben wir, wie die verbotene Liebe als sozialer Widerstand gegen den Autoritarismus, der sich im paternalistischen Kolonialstaat manifestiert hat, fungiert. Die Sansibaris werden in eine Kultur des Kampfes hineingeboren. Aber diese Widersprüche wurden bisher nicht im tansanischen Mainstream-Kino gezeigt und das ist genau das, was ich mit diesem Film erreichen will.

Das derzeitige politische und künstlerische Klima in Tansania ist zweideutig und unsicher. Es herrscht eine allgemeine Atmosphäre der Angst und des Schweigens.  Die politische Führung hat kürzlich zugegeben, dass „die Kunst die größte Bedrohung für das Regime“ sei.  Weltweit steht der engstirnige Nationalismus an der Spitze der politischen Ideologie. Sei es in Europa, Afrika oder Nordamerika. In Tansania erleben wir das gleiche Ausmaß an Engstirnigkeit von unserer Regierung, die, wenn auch unbeabsichtigt, die Union zwischen dem Festland Tansania und Sansibar untergräbt. Jeder Nationalstaat versucht seine Autonomie zu erklären, auch auf die Gefahr hin, die Gesellschaft weiter zu spalten. Da es immer weniger Raum für den Dialog gibt und es an lokalen Kultureinrichtungen mangelt, werden nun Filme gemacht, die den Status quo bedienen, anstatt ihn zu hinterfragen.

Der Wunsch nach Autonomie vom Festland war für Sansibar schon immer ein Streitthema. In jüngster Zeit hat sich der Wunsch nach Autonomie verschärft, da sich die politischen Visionen am westlichen staatszentrierten Modell der politischen Organisation orientieren und den einst vereinten Kampf gegen den Kolonialismus gefährden. Sansibar wollte schon immer leben, doch die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe zwingt seine Kultur dazu, statisch zu bleiben. Doch in der alten Architektur, die Sansibar zu bewahren versucht, ist eine Kultur des Kampfes eingebettet. Von den Streiks der Hafenarbeiter in den 40er Jahren über die blutige Revolution von 1964 bis hin zum ständigen Kampf für mehr Autonomie vom Festland.

Dieses historische Drama trägt dazu bei, die Solidarität und die Spannungen über den Indischen Ozean hinweg zu verdeutlichen und uns daran zu erinnern, dass die durch den kolonialen und postkolonialen Staat geschaffenen Rassifizierungen, Geschlechter- und Klassenschranken in Frage gestellt werden. In DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN ist die Liebe politisch, und ich bin daran interessiert zu zeigen, wie sie sich von den Zwängen des Kolonialismus befreit.

Meine Arbeit hat Tansania bei vielen Veranstaltungen international repräsentiert und ich habe Filme im ganzen Land gedreht, welche mein Produktionshaus als eine feste Größe in der Region etabliert haben.  In all meinen fünf Filmen, Präsentationen und Universitätsvorlesungen habe ich mich auf die Geschichten der arbeitenden Menschen fokussiert, um soziale Widersprüche in der Gesellschaft aufzudecken. In der Recherchephase des Films habe ich mit lokalen Historikern zusammengearbeitet und Archive und Museen auf dem Festland und auf Sansibar besucht, um den historischen Kontext und die Genauigkeit zu gewährleisten und den ideologischen Berufungen und Utensilien der Zeit gerecht zu werden. Der Film fügt sich in diesen Rahmen ein und hilft dabei, die tansanische Geschichte zu kontextualisieren.

Amil Shivji

Filmpreise/Festivals

DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN feiert seine Deutschlandpremiere beim Afrika Filmfestival in Köln in Anwesenheit des Regisseurs und ist Tansanias Einreichung für die 95. Academy Awards.

Auszeichnungen und weitere Festivals (Auswahl):

Toronto International Film Festival, Kanada

Afriacan Movie Academy Award – Gewinner Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Ousmane Sembene Preis, Bester Film in einer afrikanischen Sprache, Beste Filmmusik

FESPACO, Burkina Faso – Gewinner Oumarou Ganda Prize

Seattle International Film Festival, USA – Gewinner Special Jury Prize

Zanzibar International Film Festival, Tansania – Gewinner Best Feature Film, Best Actor, Best East African Film

Afrikaldia, Spanien – Gewinner Jury Prize

JCC Carthage, Tunesien – Gewinner Tanit d’Or Best Feature Fiction Film, Best Cinematography, – – FIPRESCI Prize

Filmdaten

Regie: Amil Shivji
Drehbuch: Amil Shivji und Jenna Bass
Cast: Gudrun Columbus Mwanyika, Ikhlas Gafur Vora, Siti Amina
Kamera: Zenn Van Zyl
Kostüm: Hawa Ally Issa
Musik: Amine Bouhafa, Amélie Legrand
Schnitt: Nadia Ben Rachid, Matthew Swanepoel
Produziert von Steven Markovitz & Amil Shivji, Kijiweni Productions
Koproduziert von Tamsin Ranger, Nicole Gerhards
Gefördert von Rosa Luxemburg Stiftung, Rosa Luxemburg Stiftung, Berlinale World Cinema Fund, Doha Film Institute, Visions Sud Est, Hessen Film & Medien

Titel: DIE LIEBE IN UNGLEICHEN ZEITEN (Original: VUTA N’KUVUTE)
Genre: Spielfilm, Drama, politische Liebesgeschichte
Jahr: 2023
Land : Tansania, Südafrika, Deutschland, Katar
Laufzeit: 90 Minuten
Vorführformat: DCP, 16:9, Farbe
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachfassung: Swahili, Englisch, mit deutschen Untertiteln
FSK: tba
Kinostart: 18. April 2024

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