DER FILM    TERMINE    CREW/DATEN      REGIE      PRESSE    HINTERGRUND  

  

Melanie Gärtner studierte Ethnologie und Literatur in Frankfurt und später Journalismus in Berlin. Sie hospitierte bei diversen Filmproduktionen und Redaktionen in Print, Hörfunk und Fernsehen (u. a. SWR, Deutsche Welle, HR) und nahm an zahlreichen Weiterbildungen wie ZDF medienakademie, IDFAcademy, Drehbuchcamp sowie an der Masterschool Dokumentarfilm teil. Sie ist als Regisseurin und freie Autorin für Text und Film tätig. Auf die Geschichten rund um Flucht und Migration stieß sie bei ihren Reisen durch Westafrika und den Maghreb. Ihr Regiedebüt feierte sie mit dem mittellangen Dokumentarfilm «Im Land Dazwischen» (2012) über die Situation in der spanischen Exklave Ceuta. Über die Hintergründe von Flucht und Migration erschien 2015 ihr Reportage-Band «Grenzen am Horizont» beim Verlag Brandes & Apsel. Der abendfüllende Dokumentarfilm «Yves’ Versprechen» (2017) eröffnet nun eine weitere, ganz eigene Perspektive, was es für einen Menschen bedeutet, die Heimat und seine Familie zu verlassen.

Filmographie  

2017 – Yves‘ Versprechen – 79 min – Dokumentarfilm über die Unmöglichkeit des Zurückkehrens (Buch, Regie), gefördert von der Hessischen Filmförderung und Brot für die Welt – First Appearance Competition IDFA 2017, Amsterdam, YARHA Festival, Kamerun 2018
2016 – Malaysia for me is  – 15 min – Webdoku über afrikanische Studierende in Malaysia (Regie, Kamera), finanziert vom Ministerium für Bildung und Forschung
2015 – Just Another Chinese Guy – 20 min – Webdoku über Chinesen in Südafrika (Regie, Kamera), finanziert vom Ministerium für Bildung und Forschung   2013 – Die Ufer von Souban – 30 min – Projektdokumentation über Uferschutz in Mali (Regie), finanziert von der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Melanie Gärtner über Yves Versprechen:

2010 lernte ich in der spanischen Enklave Ceuta in Marokko – einer der zwei Orte mit Europäischen Außengrenzen in Afrika – Yves aus Kamerun kennen und begleitete ihn in den folgenden Jahren bei seinen Versuchen nach Spanien zu kommen. Ich erlebte die Brutalität der marokkanischen Polizei, erhielt nächtliche Anrufe aus den Booten auf See, lernte Menschen kennen, die ein paar Tage später nicht mehr am Leben waren. Yves kannte die Umstände in Marokko genauso wie seine schlechten Chancen, in Europa Fuß zu fassen. Und dennoch schien all dies besser zu sein, als in Kamerun einen Neubeginn zu wagen. Warum? Um das herauszufinden, flog ich 2014 nach Kamerun. Dort lernte ich Yves’ Familie kennen. In der Rolle der Botin pendelte ich nun zwischen den Welten der hoffnungsvollen Familie in Kamerun und Yves.